26. Februar 2014, 10:57 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen widmet sich im März verschiedenen filmischen Auseinandersetzungen mit „Extremsituationen“. Es sind beeindruckende, vielschichtige Filme zu sehen, die erhellende Erkenntnisse vermitteln. Die Reihe beginnt mit „12 Years a Slave“, der am Sonntag, 2. März, um 12.30 Uhr sowie am Montag, 3. März, um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) beginnt.
In der Reihe folgen „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ (Mittwoch, 5. März – Gesamtschule Ückendorf), „Captain Philips“ (11. März - Schauburg), „Halt auf freier Strecke“ (12. März – Gesamtschule Ückendorf), „All Is Lost“ (16./17. März – Schauburg), „Die Wand“ (19. März – Gesamtschule Ückendorf), „The Act of Killing“ (25. März – Schauburg) sowie „Die Jagd“ (26.März – Gesamtschule Ückendorf).
Weiterhin stehen auf dem KoKi-Programm in der Schauburg: „Genug gesagt“ (04. März) als Autorenfilm, „Blau ist eine warme Farbe“ (09./10. März) als Literatur im Film, „Only Lovers Left Alive“ (18. März) als weiterer Autorenfilm, „Der Medicus“ (23./24. März) als Neuer Deutscher Film sowie „Le Weekend“ (30./31. März) als Filmwunsch.
Basierend auf Solomon Northups autobiografischem Roman „Twelve Years a Slave“ beleuchtet der renommierte Fotograf, Videokünstler und Regisseur Steve McQueen „In 12 Years a Slave“ schonungslos eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte: die Sklaverei. Entstanden ist ein intensives, brillant gespieltes und gefilmtes Drama, das sich tief ins Gedächtnis brennt. Ausgezeichnet unter anderem mit einem „Golden Globe“ 2014 in der Kategorie „Bester Film – Drama“; nominiert für neun „Oscars“ 2014, darunter in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“ (Chiwetel Ejiofor) und „Bester Nebendarsteller“ (Michael Fassbender). — Der Film beginnt in Saratoga Springs, New York, Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Afroamerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) führt ein bürgerliches Familienleben in Freiheit – bis ihn skrupellose Menschenhändler entführen und nach Louisiana verschleppen. Dort wird er als Sklave verkauft und gerät über Umwege an den sadistischen Plantagenbesitzer Edwin Epps (Michael Fassbender). Solomon muss nicht nur unter schlimmsten Bedingungen Frondienste leisten, sondern auch die grausame Willkür seines „Masters“ ertragen. Dennoch resigniert er nicht und hofft darauf, dieser Hölle eines Tages entkommen zu können.
Zwischen augenzwinkerndem Humor und entwaffnender Ehrlichkeit gelingt Nicole Holofcener mit „Genug gesagt“ (Dienstag, 4. März, 18 und 20.30 Uhr – Schauburg) eine kluge, wunderbar leichtfüßige Tragikomödie um geschiedene Großstadtbewohner in der Lebensmitte, die nach einer neuen Orientierung suchen. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; nominiert für einen „Golden Globe“ 2014 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical“ (Julia Louis-Dreyfus) sowie für zwei „Independent Spirit Awards“ 2014 in den Kategorien „Bester Nebendarsteller“ (James Gandolfini) und „Bestes Drehbuch“.
Beim Besuch einer Party begegnet die geschiedene Masseurin Eva (Julia Louis-Dreyfus) dem korpulenten, ebenso gutmütigen wie humorvollen Albert (James Gandolfini), mit dem sie eine Liebesbeziehung beginnt. Parallel dazu entwickelt sich zwischen Eva und der Lyrikerin Marianne (Catherine Keener), die sie auf der gleichen Party kennengelernt hat, eine Freundschaft. Marianne lästert ständig über ihren Ex-Mann, ein vermeintlich unsensibler Versager. So langsam dämmert es Eva, dass von Albert die Rede ist, den sie fortan kritisch unter die Lupe nimmt.
Basierend auf dem ersten Roman der hawaiianischen Autorin Kaui Hart Hemmings drehte Alexander Payne „The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten“ (Mittwoch, 5. März, 19.30 Uhr – Gesamtschule Ückendorf). Als nach einem Speed-Boat-Unfall seine Frau ins Koma fällt, versucht Matt King (George Clooney) unbeholfen, die Beziehung zu seinen Töchtern, der altklugen 10-jährigen Scottie (Amara Miller) und der rebellischen 17-jährigen Alexandra (Shailene Woodley), aufzufrischen. Zeitgleich wird Matt bedrängt, den Grundbesitz der Familie zu verkaufen, und erfährt, dass seine Frau einen Liebhaber hatte, den er jetzt gemeinsam mit seinen Töchtern finden will.
Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.