03. März 2014, 10:32 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Ob NSA oder Bundeskanzlerin, die Ereignisse der Vergangenheit haben gezeigt, das prinzipiell kein IT-System vollkommen sicher sein kann. An die Daten der Stadtverwaltung zu kommen, ist allerdings nicht so einfach, wie es der heutige Beitrag „Geheimdienste stehlen Stadt-Daten“ in der WAZ erscheinen lässt.
„Wir sind der Auffassung, dass die Maßnahmen zur Herstellung der IT-Sicherheit in Gelsenkirchen sehr umfassend sind“, stellt dazu der Leiter der „Gelsenkirchener Kommunalen Datenzentrale“ (gkd-el), Dr. Peter Hauptmanns klar.
So gibt es in Gelsenkirchen nicht die kritisierten Administrationszugänge in Bürgerportalen. Die Stadt Gelsenkirchen hat sich bislang bewusst dagegen entschieden, Bürgerkonten/Bürgerportale im Internet anzubieten. Für das bestehende Web-Angebot einschließlich der Web-Anwendungen liegen die administrativen Zugänge ausschließlich bei Mitarbeitern der gkd-el und sind durch Usernamen/Passworte nach den geltenden Regelungen für die Passwortvergabe geschützt.
Auch der Weg über öffentlich zugängliche Internet-Terminals ins städtische Netz bleibt verschlossen. Zwischen dem internen städtischen Netz und dem Internet besteht eine logische Abschottung. Selbst wenn beide Netze über identische Kabel geführt werden, ist ein unmittelbarer Durchgriff vom Internet auf das Verwaltungsnetz nicht möglich, dies wird durch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) zertifizierte Schutzsysteme verhindert.
Auch Phishing Mails sollten im besten Fall den Empfänger bei der Stadt Gelsenkirchen erst gar nicht erreichen. So werden die allermeisten Phishing Mails bereits durch Spamfilter abgefangen. In solchen Mails verschickte Links zu Servern außerhalb des städtischen Netzes werden durch die Sicherheitssysteme der gkd-el geblockt.
Frei zugängliche Netzwerkdosen gibt es bei der Stadt Gelsenkirchen nicht. Nicht belegte Dosen sind gesperrt, belegte Dosen sind ausschließlich für die daran angeschlossene Hardware geöffnet. Wird beispielsweise das Netzkabel von einem PC entfernt und in ein anderes Gerät gesteckt, wird der Netzwerkport automatisch blockiert.
Die Datenbestände der Stadt Gelsenkirchen sind durch ausgefeilte Berechtigungssysteme und organisatorische Festlegungen (z.B. vier-Augen-Prinzip) geschützt. Natürlich ist auch das differenzierteste Berechtigungssystem durch Absprachen und Zusammenarbeit mehrerer kriminell agierender Mitarbeiter überwindbar. Selbst in diesem Fall würde aber noch der Zugriff auf die Daten protokolliert, so dass nachvollzogen werden kann, von welcher Benutzerkennung welche Änderungen ausgeführt wurden.
Zusätzlich betreibt die gkd-el eine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifizierte Firewall. Diese Firewall ist ein Sicherungssystem, das ein Rechnernetz vor unerwünschten Netzwerkzugriffen schützt. Bei der der gkd-el ist es ein elementarer Teilaspekt des umfassenden Sicherheitskonzepts und wird durch das ständige automatisierte Einspielen neuester Sicherheitspatches softwaretechnisch auf dem aktuellsten Stand gehalten.
Das gilt auch für die PC der städtischen Anwender und insbesondere für die Serverlandschaft, die nach Bereitstellung von aktuellen Sicherheitsupdates im Rahmen von Patchdays mit diesen Sicherheitsbausteinen versorgt werden.