04. März 2014, 11:10 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Renaissance und mehr .. Wissenschaftliche Vortragsreihe Museum Schloss Horst“ wird am Dienstag, 11. März, um 19 Uhr im Kaminzimmer von Schloss Horst (Turfstraße 21) fortgesetzt mit dem Vortrag „Renaissance an Sieg, Lahn, Rhein und Dill – ein kunst- und regionalgeschichtlicher Streifzug durch den Westerwald und seine Nachbarregionen“. Es referiert Dr. Jens Friedhoff, Stadtarchivar in Hachenburg, Mitglied der Historischen Kommission für Nassau und Vorstandsmitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Burgenvereinigung. Der Eintritt ist frei.
Im Unterschied zu Westfalen und dem nördlichen Rheinland ist der Westerwald bislang kaum als eine Kunstlandschaft der Renaissance wahrgenommen worden. Auf dem Gebiet des frühneuzeitlichen Schlossbaus im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert treten vor allem die Grafen von Sayn als Landesherren einer kleinen Grafschaft sowie die Familie von Hatzfeldt als Inhaber der kurkölnischen Unterherrschaft Schönstein als Initiatoren in Erscheinung. Mit Johann von Seelbach-Crottorf begegnet ein Vertreter des niederen Adels, der als ehrgeiziger Bauherr den bescheidenen Adelssitz Crottorf Mitte des 16. Jahrhunderts zu einer stark befestigten Schlossanlage umgestaltet. Die saynschen Schlösser Friedewald und Freusburg gelten neben dem im Besitz der Herren von Hatzfeldt befindlichen Schloss Schönstein als Hauptwerke der Renaissance im nordöstlichen Westerwald. Kaum Beachtung fand bislang das aus einem spätgotischen Anwesen hervorgegangene „Steinerne Haus“ in der ehemals saynschen Residenzstadt Hachenburg, das bis heute die Silhouette des Alten Marktes prägt.
Die kunst- und regionalhistorische Reise führt vom Westerwald aus in Richtung Nordosten, wo mit den Schlössern Wittgenstein bei Laasphe und Berleburg zwei Residenzen der Grafen von Wittgenstein vorgestellt werden.