07. März 2014, 11:25 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 07. März 2014, 11:25 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Schalke ist einer der zehn Standorte, die am Modellprogramm „Aktiv für Arbeit im Stadtteil – arbeitsmarktpolitisches Netzwerkcoaching“ des Landes NRW und der EU teilnehmen. Das Modellprogramm entwickelt neue Ansätze in der lokalen Arbeitsmarktpolitik. Netzwerken, gegenseitige Empfehlungen, persönliche Bekanntschaft und die Zusammenarbeit von ehrenamtlich und professionell Aktiven sind dabei wichtige Bausteine.
Für die Stadt Gelsenkirchen sind die ersten Ergebnisse der Umfrage im Projekt „Aktiv für Arbeit in Schalke“ ein wichtiges Signal. Arbeit ist nicht nur in der Arbeitslosenberatung, im Jobcenter
oder der Arbeitsagentur ein Thema, sondern auch in den Kindergärten, in Sportvereinen oder in der Kirchengemeinde. Der Projektträger RevierRessourcen hat eine Umfrage ausgewertet, aus der hervorgeht, wo und wie es in Schalke Anknüpfungspunkte für Initiativen und Aktivitäten gegen Arbeitslosigkeit gibt.
Der Grundgedanke des Projektes: Menschen sind für Beratung, Informationen und Unterstützung leichter in ihrem eigenen Stadtteil erreichbar. In der Nachbarschaft reden die Menschen miteinander, beim Einkaufen, beim Sport oder im Stadteiltreff.
„Wann hat bei Ihnen zuletzt jemand gefragt, ob sie von einer offenen Arbeitsstelle wissen?“, war zum Beispiel eine Frage in der Umfrage, an der sich viele „Multiplikatoren“, Kindergärten, Schulen, Vereine, Gemeinden und Beratungsstellen, beteiligt haben. Zwei Drittel der Befragten gaben an, im Laufe des vergangenen Monats von arbeitssuchenden Schalkerinnen und Schalkern angesprochen worden zu sein.
Für das Projekt bedeutet das zweierlei: Die sozialen Beziehungen und die Netzwerkstrukturen vor Ort – auch für neu Zugezogene – noch weiter zu verbessern. Und: Die guten Angebote bekannter zu machen und noch stärker miteinander zu vernetzen. Damit in Zukunft nicht nur die Experten und Expertinnen für den Arbeitsmarkt Antworten wissen, sondern auch Lehrkräfte, Erzieherinnen, Fußballtrainer oder Pfarrer.
„Aktiv für Arbeit in Schalke“ setzt dazu ganz konkrete Ideen um. Bereits in der Entwicklung ist zum Beispiel die „Aktiv-Box“, eine Adress-Sammlung, die allen Einrichtungen im Stadtteil zur Verfügung gestellt wird und die individuell ergänzt werden kann. Besonders wichtige Partner sind die Familienzentren. Dort laufen schon jetzt in Sachen Arbeit und Kommunikation viele Fäden zusammen. Andere Akteure sind noch nicht so gut vernetzt. Gerade mit Blick auf erfolgreiche Übergänge von der Schule in den Beruf sieht das Projektmanagement noch Entwicklungsmöglichkeiten.
Angebote zum Netzwerk machen die Projektverantwortlichen auch: Am 26. März findet im Haus Eintracht das zweite Netzwerktreffen statt, bei dem an gemeinsamen Zukunftsideen für Schalke gearbeitet werden soll.
Auskunft erteilt: Eva Carlitscheck, Stadt Gelsenkirchen, Vorstandsbereich Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz, Koordinierungsstelle strategische und präventive Sozialplanung, 0209/169 4094, eva.carlitscheck@gelsenkirchen.de