12. März 2014, 13:12 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „All Is Lost“ setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 16. März um 12.45 Uhr sowie am Montag, 17. März um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) seine Monatsreihe „Extremsituationen“ fort. Als „Autorenfilm“ folgt am Dienstag, 18. März im gleichen Kino „Only Lovers Left Alive“, und zwar um 18 Uhr in der deutschen Fassung und um 20.30 Uhr in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Um „Extremsituationen“ geht es auch am Mittwoch, 19. März, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). Das KoKi zeigt den österreichisch/deutschen Spielfilm „Die Wand“.
Der Autorenfilmer J. C. Chandor versteht es mit „All Is Lost“ blendend, auf kleinstem Raum größte Spannung zu erzeugen, wenn er einen grandios agierenden Robert Redford in eine scheinbar ausweglose Situation schickt. Ausgezeichnet u. a. mit einem „Golden Globe“ 2014 in der Kategorie „Beste Filmmusik“ (Alex Ebert); nominiert für einen „Golden Globe“ in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller – Drama“ (Robert Redford) sowie für einen „Oscar“ 2014 in der Kategorie „Bester Tonschnitt“. — Ein allein auf dem Indischen Ozean segelnder Mann (Robert Redford) wird nachts jäh aus dem Schlaf gerissen, als seine Jacht einen im offenen Meer treibenden Schiffscontainer rammt. Zwar gelingt es ihm, das entstandene Leck notdürftig zu flicken, aber der Wassereinbruch hat erhebliche Schäden an der Bordelektronik verursacht. Weder das Funkgerät noch das Navigationssystem funktionieren. Zu allem Übel entdeckt der Mann schon bald am Horizont dunkle Wolken – die Vorboten eines schweren Sturms.
Virtuos spielt Independent-Ikone Jim Jarmusch in “Only Lovers Left Alive” mit Genremotiven und lässt einen Vampirfilm der gänzlich anderen Art entstehen, der voll von Anspielungen auf die Kulturgeschichte ist und Kritik an der heutigen Gesellschaft übt. — Der schwermütige Adam (Tom Hiddleston) und die vitale Eve (Tilda Swinton) sind seit Jahrhunderten ein Vampirpaar. Er lebt in Detroit, sie in Tanger. Kontakt halten die beiden über das Internet. Aus Angst vor Infektionen besorgen sie sich das benötigte Blut mittlerweile auf dem Schwarzmarkt oder kaufen es von Krankenhausärzten. Als Eve spürt, dass Adam an seiner Unsterblichkeit und der modernen Welt verzweifelt, reist sie zu ihm, um das Schlimmste zu verhindern. Kurz darauf erscheint Eves impulsive Vampir-Schwester Ava (Mia Wasikowska) und setzt eine Kettenreaktion fataler Ereignisse in Gang.
In dem Spielfilm „Die Wand“ von Julian Roman Pölsler brilliert die vielfach ausgezeichnete deutsche Schauspielerin Martina Gedeck in einer außergewöhnlich intensiven Rolle inmitten einer unbeugsamen Natur. Der Film beruht auf dem gleichnamigen literarischen Meisterwerk von Marlen Haushofer, das in 19 Sprachen übersetzt wurde und eines der 50 Lieblingsbücher der Deutschen und Österreicher ist. — Eine Frau (Martina Gedeck) schreibt in einer Jagdhütte ihre Geschichte auf, um sich nicht in Einsamkeit zu verlieren: Mit einem befreundeten Ehepaar und deren Hund ist sie vor über zwei Jahren in die Berge Österreichs gefahren. Ein Wochenendausflug. Als das Ehepaar am ersten Abend von einem Besuch im Dorf nicht zurückkehrt, macht die Frau sich auf die Suche. Mitten in der Natur stößt sie gegen eine unsichtbare Wand, eine unerklärliche Grenze, die sie vom Rest der Welt trennt. Irgendwie muss sie überleben und sich mit ihren Ängsten aussöhnen, die sie immer wieder zu überwältigen drohen.
Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.