14. März 2014, 11:19 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Gelsenkirchen hat es mal wieder geschafft. Bereits zum vierten Mal wird der Stadt am 1.April 2014 durch die UNESCO der Titel „Stadt der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ verliehen. Die Ehrung findet im Hans-Sachs-Haus statt.
Bei BNE geht es darum, allen Menschen gleichwertige Bildungschancen zu eröffnen, die es ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft erforderlich sind. „Wir sind sehr stolz darauf, uns ein weiteres Jahr Stadt der Weltdekade nennen zu dürfen“, berichtet Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski. „Und das ist einem großen Netzwerk zu verdanken, das die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Gelsenkirchen vorangetrieben und in alle Bildungsbereichen verankert hat“.
Vor allem der neue Schwerpunkt im Bereich der Erwachsenenbildung hat die Jury sehr beeindruckt. Wie aus einem Schreiben des Vorsitzenden Prof. Dr. Gerhard de Haan hervorgeht, sind es die Schaffung des Referats Außerschulische Bildung und die Kooperation der Volkshochschulen Gelsenkirchen und Herten. „Der Bildungsweg ist mit dem Abschluss der Schule nicht beendet. In einer Wissensgesellschaft findet Lernen lebenslang statt. Darum ist die Erwachsenenbildung ein wichtiges institutionelles Angebot, das wir in Gelsenkirchen aufgebaut haben und weiter ausbauen werden“, sagt Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck.
Das aGEnda 21-Büro, unter der Leitung von Werner Rybarski, hat das Konzept BNE für Gelsenkirchen entwickelt und umgesetzt. Als Stabsstelle im Referat Außerschulische Bildung und in enger Zusammenarbeit mit der VHS konnte schon Vieles erreicht werden. Bereits 19 Auszeichnungen der UN-Dekade gab es für Projekte in Gelsenkirchen. Ob Umweltsponsorenläufe, fas Projekt „jung und engagiert“ oder die Schülerfirma Mehrwert – Gelsenkirchen liebt und lebt BNE. „Als neuer Leiter des Referates Außerschulische Bildung hätte ich vor zwei Jahren nicht glauben können, dass wir in kurzer Zeit so viel Anerkennung für unsere neue Bildungskonzeption, unserer Projekte und Kooperationspartner und die viermalige UN-Dekadenstadt Gelsenkirchen finden“, stellt Michael Salisch rückblickend voller Stolz fest. Er leitet das Referat Außerschulische Bildung ist Direktor der VHS Gelsenkirchen.
Doch die Auszeichnung ist nicht der einzige Anlass, aus dem Gelsenkirchen in den Fokus der Bildung für nachhaltige Entwicklung rückt. Am 1. und 2. April treffen sich im Hans-Sachs-Haus die Vertreter aller 21 ausgezeichneten Dekadenkommunen. „Es ist ein deutliches und positives Zeichen, dass wir in Gelsenkirchen die BNE-Tagung ausrichten dürfen“, sagt Werner Rybarski der die Stadt Gelsenkirchen auch in der Kommunen-Arbeitsgemeinschaft vertritt. „Wir können den 21 Kommunenvertretern natürlich nur einige Sonnenseiten unserer Stadt – wie das neue Hans-Sachs-Haus und die Kinetische Abteilung unseres Museums - zeigen, denn wir haben ein anspruchsvolles Arbeitsprogramm: Wir werden die gemeinsame Arbeit der BNE-Kommunen für die nächsten Jahre planen.“ Denn nach der UN-Dekade soll es ein UN-Weltaktionsprogramm geben, das noch in diesem Jahr von der UN-Vollversammlung beschlossen werden soll.