17. März 2014, 11:05 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Der gute alte Karteikasten hat noch längst nicht ausgedient. Das Projekt „Aktiv für Arbeit auf Schalke“, das der in Schalke ansässige Träger Revier-Ressourcen für die Stadt Gelsenkirchen seit Mitte letzten Jahres umsetzt, nutzt das traditionelle Büro-Utensil für ein innovatives Vorhaben.
Alle Anlaufstellen im Stadtteil, die für Menschen bei der Arbeitssuche offen sind, werden in der „Schalke-Aktiv-Box“ verzeichnet. Und das sind eben nicht nur die klassischen Einrichtungen wie Jobcenter oder Arbeitsagentur, sondern das Familienzentrum, die Kirchengemeinden oder Sportvereine.
Denn wer Arbeit sucht oder sich beruflich verändern will, fragt zuerst Bekannte, Freunde oder Vertraute in den Einrichtungen, in denen man sich regelmäßig bewegt. Ähnlich wie bei der Suche nach einem Arzt, wenn man irgendwo neu ist: Verwandte und Bekannte werden um eine Empfehlung gebeten. Das Projekt „Aktiv für Arbeit auf Schalke“ hat aus dieser Beobachtung ein Programm gemacht: Netzwerkbildung im Stadtteil und Arbeitsmarktpolitik gehören zusammen.
Um zu erfahren, wer in Schalke welche Informationen und Kontakte bieten kann, wurde in den vergangenen Wochen eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse gehen jetzt in die Aktiv-Box ein und werden allen Einrichtungen und Anlaufstellen, die sich für eine bessere Vernetzung stark machen, zur Verfügung gestellt. Dass mit einem Karteikasten und nicht mit einem Online-Tool gearbeitet wird, hat damit zu tun, dass allen Menschen in Schalke Zugang zu den wertvollen Kontakten ermöglicht werden soll und die technische Ausstattung oder die Möglichkeiten, damit umzugehen, nicht zur Hürde werden dürfen.
Schließlich soll die Box nicht nur ein Nachschlagewerk sein, sondern individuell weitergeschrieben werden. Sobald neue Kontakte dazukommen, zu möglichen Praktikumsbetrieben, zu Menschen, die immer mal gute Ideen haben oder zu weiteren Beratungsstellen, kommen die mit in die eigene Box. So gibt es in jeder Einrichtung irgendwann eine bunte Sammlung guter und hilfreicher Kontakte, auf die jederzeit – auch wenn es mal einen Personalwechsel gibt – zurückgegriffen werden kann.
Gerade angesichts der hohen Fluktuation im Stadtteil Schalke und der großen Zahl neu Zugewanderter ist Transparenz über die vorhandenen Angebote wichtig. In Schalke soll ein Netzwerk wachsen, das stabil und verbindlich ist. Wer voneinander mehr weiß, kann die Arbeit und den Alltag im Stadtteil noch besser gestalten.
Präsentiert wird die Schalker Aktiv-Box im Rahmen des nächsten Netzwerktreffens im Stadtteil am:
Mittwoch, 26. März 2014, 9.30 bis 14 Uhr,
Haus Eintracht, Grillostraße 57,
45881 Gelsenkirchen.
„Aktiv für Arbeit in Schalke“ ist ein Pilotprojekt der Stadt Gelsenkirchen, das vom Land NRW und der EU aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Rahmen der Förderung „Aktiv für Arbeit im Stadtteil – arbeitsmarktpolitisches Netzwerkcoaching“ gefördert wird.
Anmeldung und Auskunft bei, Stadt Gelsenkirchen, Vorstandsbereich Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz, Koordinierungsstelle strategische und präventive Sozialplanung, Eva Carlitscheck, 0209/169 4094, eva.carlitscheck@gelsenkirchen.de
Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Teilnahme und zur Berichterstattung in Wort, Schrift und Bild herzlich eingeladen.