19. März 2014, 11:31 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. 30 Jahre gibt es das Frauenbüro und seit mehr als 30 Jahren treten in Gelsenkirchen Frauen am Internationalen Frauentag für ihre rechtliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung ein: Auf der Straße, in der Kirche, im Bildungszentrum, in der Kaue, im Hans-Sachs Haus, in der „flora“... Sie machen dies mit Paukenschlag, Trillerpfeife, Rosenduft, Gebet und Tanz. Noch vor 1984, als Gelsenkirchen wegweisend und als zweite Stadt in Westdeutschland ein Frauenbüro einrichtete, schlossen sich zahlreiche Frauengruppen zusammen, um gemeinsam am 8. März die benachteiligte Situation der Frauen öffentlich zu machen. Von diesen Aktivitäten erzählt die Ausstellung „Gleichberechtigt – soweit kommt’s noch! Internationaler Frauentag in Gelsenkirchen und ein Frauenbüro mitten im Revier“.
Das Frauenbüro hat in Kooperation mit dem Kulturraum „die flora“ das umfängliche Archivmaterial von Dr. Marianne Kaiser und anderer aktiven Frauen nutzen dürfen, um anlässlich seines
30-jährigen Bestehens den selbstbewussten Kampf der Frauen im Revier zu dokumentieren. Die Historikerin Susanne Abeck erstellte das Konzept.
Die Ausstellung präsentiert die aktiven Frauen von den 1980er-Jahren bis in die Gegenwart und ihre Aktionsformen und Erfolge. Deutlich wird, dass Emanzipation keine Selbstverständlichkeit ist, sondern durch beharrliches Engagement erkämpft werden muss – immer noch. Denn die Parole von 1986 „Unser 'K' heißt Kampf für uns!“ hat angesichts bestehender Ungleichheiten nichts von ihrer Gültigkeit verloren.
Oberbürgermeister Frank Baranowski wird die Ausstellung „Gleichberechtigt – soweit kommt’s noch“ am Freitag, 21. März 2014, 18 Uhr im Kulturraum „die flora“ eröffnen. Gaby Schäfer, Leiterin des Frauenbüros, lädt zu ihrem Rückblick auf die Ereignisse rund um den 8. März in Gelsenkirchen ein, und Annika Boenigk, Moderatorin bei Radio Emscher-Lippe, wird sich mit den Gästen über die Aktualität des Internationalen Frauentages und anderer Aktionsformen unterhalten. Livemusik liefert die Mädchenband „toGEther“.
Gäste und die Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen.