24. März 2014, 15:09 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck nimmt zum offenen Brief eines Vaters der Gemeinschaftsgrundschule Haidekamp Stellung:
„Als Vater von vier Kindern kann ich persönlich sehr gut nachempfinden, dass es ärgerlich ist, sein Kind nicht an jener Schule der Sekundarstufe unterbringen zu können, die man ausgesucht hat. Abweisungen an einzelnen Schulen oder Schulformen gibt es allerdings landesweit, weil es nicht möglich ist, Lehrer und Schulräume so vorzuhalten, dass den (von Jahr zu Jahr wechselnden) Elternwünschen vollständig entsprochen werden kann.“
Nicht nachvollziehen kann Dr. Beck allerdings das angebliche „Problem“ der Anmeldungen von Kindern in der Nachbarstadt Bochum-Wattenscheid. In der Städteregion Ruhrgebiet mache es Sinn, auch über Stadtgrenzen hinaus zu planen. Die Gemeinschaftsgrundschule Haidekamp liegt etwa 400 Meter von der Stadtgrenze zu Bochum-Wattenscheid entfernt. Wenn man die Gesamtschule Ückendorf nicht wählen möchte, sei die Entfernung zur Schule Wattenscheid näher als etwa zur Evangelischen Gesamtschule Bismarck, die der Verfasser des Briefes für sein Kind angestrebt hat.
In den Gelsenkirchener Stadtteilen Horst (zur Gesamtschule), Hassel (zur Sekundarschule) und Buer (zu den Gymnasien) würde dies in umgekehrter Richtung – also aus Nachbarstädten nach Gelsenkirchen – ebenso in nennenswerten Umfang geschehen. Insgesamt besuchten im laufenden Schuljahr 1014 Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz in Nachbarstädten (83 aus Bochum) Gelsenkirchener Schulen der Sekundarstufe.
Fazit: Davon, dass viele Eltern Gelsenkirchen den Rücken kehren, kann nach diesen Schüler-Zahlen überhaupt nicht die Rede sein.
Im Übrigen: Die Evangelische Gesamtschule Bismarck hat den Status einer Privatschule, die mit der Stadt Gelsenkirchen lediglich einen Vertrag darüber eingegangen ist, bevorzugt Schülerinnen und Schüler aus Bismarck aufzunehmen, ansonsten ist die Schule frei bei Ihrer Aufnahmeentscheidung.