27. März 2014, 11:24 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Seien Sie herzlich willkommen in Gelsenkirchen, zum zweiten Konferenztag des Mid-Term-Events! Sie haben sich gewiss schon ein wenig eingefunden, vielleicht sogar eingelebt; in unserer Stadt, aber auch in diesem Haus, das ein sehr passender Ort für gerade diese Veranstaltungen ist. Denn auch das Hans-Sachs-Haus war und ist ja ein wichtiges Element der Gelsenkirchener Stadterneuerung. Neben dem Tossehof, den Sie vermutlich inzwischen alle kennen, war es in den vergangenen Jahren das zweite große Einzelprojekt der Stadterneuerung.
Das Hans-Sachs-Haus stammt aus den 1920er-Jahren, es war zu dieser Zeit ein mutiges Statement für eine politische und ästhetische Moderne. Und diese Linie galt es fortzuführen. Als sich dann im Verlauf einer Sanierung herausstellte, dass das Hans-Sachs-Haus baufällig war, war uns rasch klar, dass wir möglichst viel von seinem bisherigen Geist bewahren wollen. Und so ist das neue Hans-Sachs-Haus hinter der Fassade des alten entstanden. Außerdem ist es barrierefrei und ein Niedrigenergiehaus – und trägt seit dem Herbst 2013 wieder mit zur Belebung der Gelsenkirchener Innenstadt bei.
Hier ist der Sitz von Rat und Verwaltung, aber es ist kein klassisches Rathaus, sondern ein offenes Haus. Dafür sorgen diese Konferenzräume, dafür sorgen ein großer Veranstaltungssaal, eine stadtgeschichtliche Ausstellung, die Stadt- und Touristinfo sowie ein Bistro, in dem sich die Gelsenkirchener auf einen Kaffee treffen. Es ist also das entstanden, was wir uns gewünscht haben: Ein Haus der Bürgerinnen und Bürger, das uns allen gehört und darum auch von fast allen genutzt wird!
Und damit habe ich schon das angerissen, was bei der Erneuerung des Tossehofs ebenfalls ganz entscheidend war. Was sich letztlich als Erfolgsfaktor herausgestellt hat. Wir können und sollten viel über bauliche Details, über technische und finanzielle Fragen sprechen und nachdenken – aber diese Anstrengungen sind vergebens, wenn wir nicht die eigentlichen Expertinnen und Experten beteiligen: die unmittelbar betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die gute Wohnungen, ein ansprechendes Wohnumfeld und attraktive öffentliche Räume wollen.
Bei der Erneuerung des Tossehofs war kaum etwas so wichtig wie dieser Punkt, und das nicht nur während der Phase der Sanierung und der baulichen Arbeiten. Auch im Anschluss waren und sind Ansprechpartner für die Sorgen der Menschen gefragt; es braucht jemand, der die Bewohnerinnen und Bewohner zusammenführt und gemeinschaftliches Handeln möglich macht.
Das ist eine Erfahrung, die Sie in Ihren Städten wahrscheinlich ebenfalls gemacht haben. Darüber hinaus haben Sie gewiss auch weitere Erfahrungen gemacht, die es wert sind, im Kreis der europäischen Kolleginnen und Kollegen analysiert und diskutiert zu werden. Die uns allen helfen, unsere Arbeit noch ein bisschen besser zu verstehen und auszuüben – zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger und der ganzen Stadt. Darum wünsche ich Ihnen zwei weitere intensive, informative und spannende Tage hier in Gelsenkirchen!
Glück auf!