08. Mai 2014, 11:03 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Literatur im Film“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen mit „Die Bücherdiebin“ am Sonntag/Montag, 11./12. Mai, in der Schauburg. Am gleichen Ort läuft am Dienstag, 13. Mai, „Le Passé – Das Vergangene“ in der Monatsreihe „Liebe, Lust & Leidenschaft“. Am Mittwoch, 14. Mai, in der Gesamtschule Ückendorf folgt der Wes-Anderson-Film „Moonrise Kingdom“.
Die Vorstellungen in der Schauburg beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und am Mon-/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr. Das Programm in der Gesamtschule Ückendorf startet am Mittwoch um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
„Dem Regisseur Brian Percival ist mit „Die Bücherdiebin“ eine stimmige Umsetzung des gleichnamigen Bestsellers von Markus Zusak gelungen, angefangen bei der detailgetreuen Ausstattung über die Kostüme bis hin zum exzellent gewählten Ensemble. Ein poetischer Film um Hoffnung, Zuversicht und die Kraft der Fantasie, die nie verloren geht, solange es Bücher gibt“ (aus der Jurybegründung zur Vergabe des FBW-Prädikats „besonders wertvoll“). Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Chicago, Glasgow und Belgrad. — Der Film spielt in Deutschland 1939. Nach der Verhaftung der Mutter und dem Tod des kleinen Bruders kommt die 9-jährige Liesel (Sophie Nélisse) zu den in einer süddeutschen Kleinstadt beheimateten Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann. Während sie auf die strenge und schroffe Rosa (Emily Watson) zunächst eingeschüchtert reagiert, fasst sie schnell Vertrauen zum liebevollen Hans (Geoffrey Rush), der dem aufgeweckten Mädchen das Lesen und Schreiben beibringt. Schon bald entdeckt Liesel die Magie der Literatur – und taucht immer mehr ein in die Fantasiewelten gestohlener Bücher, um der grausamen Kriegsrealität zu entfliehen. Große Sorgen bereitet ihr das Schicksal eines jungen jüdischen Mannes, den die Hubermanns im Keller Unterschlupf gewähren.
Asghar Farhadis komplexes, tief berührendes Drama „Le Passé – Das Vergangene“ enthüllt sensibel die Gefühlswelten der realistisch gezeichneten Figuren und behandelt vielschichtig die Themen Beziehung, Ehe und Familie. Ausgezeichnet u. a. beim internationalen Filmfestival in Cannes 2013 mit dem Preis für die „Beste Hauptdarstellerin“ (Bérénice Bejo) und dem „Preis der ökumenischen Jury“. — Der Iraner Ahmad (Ali Mosaffa) kehrt auf Bitten seiner französischen Ehefrau Marie (Bérénice Bejo), von der er seit vier Jahren getrennt lebt, nach Paris zurück, um die Scheidungspapiere zu unterzeichnen. In Maries Haus kommt es zum Wiedersehen mit den beiden Stieftöchtern. Überraschenderweise begegnet er dort auch Maries neuem Partner Samir (Tahar Rahim) und dessen Sohn. Schnell spürt Ahmad, dass Samir in ihm einen Rivalen sieht. Und er bemerkt das stark angespannte Verhältnis zwischen Marie und ihrer ältesten Tochter.
„Moonrise Kingdom“ ist eine datailverliebte, herrlich schräge Tragikomödie, in der ein 12-jähriger Pfadfinder Sam (Jared Gliman) mit seiner gleichaltrigen Freundin Suzy (Kara Hayward) durchbrennt. Ihr Verschwinden beunruhigt nicht nur Suzys exzentrische Eltern (Bill Murray, Frances McDormand), sondern die ganze Dorfgemeinschaft. Schließlich machen sich Sams Pfadfinderlehrer (Edward Norton), der Chef der örtlichen Polizei (Bruce Willis) und die oberste Sozialarbeiterin des Ortes (Tilda Swinton) auf die Suche nach den Kindern.