14. Mai 2014, 12:14 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 14. Mai 2014, 12:14 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. In seiner Monatsreihe „Liebe, Lust und Leidenschaft“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen den Spielfilm „Grand Budapest Hotel“ im Schauburg Filmpalast, und zwar am Sonntag, 18. Mai, um 12:45 Uhr und Montag, 19. Mai, um 18 Uhr in der deutschen Fassung sowie am Montag um 20:30 Uhr im Original mit deutschen Untertiteln.
Im gleichen Kino präsentiert das KoKi am Dienstag, 20. Mai, um 18 und 20:30 Uhr „Das finstere Tal“ als Filmentdeckung.
Um „Liebe, Lust und Leidenschaft“ geht es auch am Mittwoch, 21. Mai, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf mit „The Broken Circle“.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Die äußerst prominent besetzte, detailverliebte und herrlich skurrile Tragikomödie „Grand Budapest Hotel von Wes Anderson unterstreicht einmal mehr seinen Ruf als außergewöhnlicher und enorm kreativer Filmemacher. Mit exzentrischen Charakteren und überbordender Fantasie zaubert er hier einen raffinierten Genre-Mix auf die Leinwand, der vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen eine faszinierende Geschichte voller überraschender Wendungen erzählt. Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Prag, Glasgow und Belgrad sowie zur Berlinale 2014 (Eröffnungsfilm des Wettbewerbs). — In den Bergen der fiktiven osteuropäischen Republik Zubrowka liegt das luxuriöse „Grand Budapest Hotel“, das schon deutlich bessere Tage erlebt hat, wie der Besitzer Mr. Moustafa zu berichten weiß. Während des Abendessens mit einem Schriftsteller – momentan einziger Gast – erinnert er sich an seine Zeit als „Lobby-Boy“. Damals sorgte noch der penible, distinguierte Concierge Monsieur Gustave (Ralph Fiennes) für makellosen Service und verwöhnte insbesondere ältere Damen, darunter auch eine millionenschwere Witwe. Deren Tod und Gustaves anschließende Erbschaft eines wertvollen Gemäldes löste ein schier unglaubliches Abenteuer aus, bei dem Mr. Moustafa auch die erste große Liebe fand.
Andreas Prochaskas brillante Verfilmung „Das finstere Tal“ des Romans von Thomas Willmann bedient sich klassischer Western-Muster und übertragt diese in die archaische Kulisse eines Alpenhochtals, um ein packendes, bildgewaltiges und atmosphärisch dichtes Rachedrama zu erzählen, das als intelligentes Genrekino absolut überzeugt. Ausgezeichnet mit einem „Bayerischen Filmpreis“ 2014 in der Kategorie „Beste Regie“; nominiert für neun „Deutsche Filmpreise“ 2014, darunter in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Nebendarsteller“ (Tobias Moretti) und „Beste Kamera“ (Thomas W. Kiennast). — Die Alpenregion Ende des 19. Jahrhunderts. Kurz vor Wintereinbruch erscheint der junge Fotograf Greider (Sam Riley) in einem abgelegenen Bergdorf, das von den sechs Söhnen (u. a. Tobias Moretti) des hier herrschenden Brenner-Bauern rigide kontrolliert wird. Gegen eine Handvoll Goldmünzen quartiert man den wortkargen Fremden bei einer Witwe und deren Tochter (Paula Beer) ein. Nachdem kaum mehr ein Sonnenstrahl das Tal erreicht, sterben unmittelbar nacheinander zwei der Brenner-Söhne unter mysteriösen Umständen. Schnell fällt der Verdacht auf Greider, der tatsächlich dabei ist, erbarmungslos eine offene Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen.
„The Broken Circle“ ist ein „Oscar“-nominiertes, virtuos inszeniertes und tief berührendes Liebesdrama um ein unkonventionelles Paar. — Elise (Veerle Baetens) und Didier (Johan Heldenbergh) verlieben sich auf den ersten Blick ineinander. Sie besitzt einen Tattoo-Shop, er spielt Banjo in einer Band. Sie hat sich zwar ein Kreuz in den Nacken tätowieren lassen, ist aber absolute Realistin. Er ist ein überzeugter Atheist, aber hoffnungslos romantisch. Als ihre Tochter Maybelle (Nell Cattrysse) zur Welt kommt, scheint ihr Glück vollkommen zu sein. Mit sechs Jahren erkrankt das Mädchen ernsthaft, und ihre Eltern kommen hinsichtlich der Therapie nicht auf einen Nenner. Ihr Leben wird chaotisch.