16. Mai 2014, 16:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Zu einem Fachgespräch zum Thema lokaler Arbeitsmarkt war die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, heute auf Einladung von Oberbürgermeister Frank Baranowski im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus. Im Mittelpunkt stand der Gelsenkirchener Appell, der die Einrichtung eines sozialen Arbeitsmarktes zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit als Lösung sieht.
Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Wir haben in einem sehr ergebnisorientierten Gespräch gute Fortschritte gemacht. Zum ersten Mal sind wir in Berlin mit unserer Argumentation zum Gelsenkirchener Appell ernsthaft wahrgenommen worden. Viel mehr noch, die Ministerin hat zugesagt, dass sie prüft, wie unsere Überlegungen in ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eingearbeitet werden können. Ich werte das als einen großen Erfolg. Dazu hat mit Sicherheit auch die gute Vorarbeit der Stadt Gelsenkirchen, der Arbeitsverwaltung und der drei Gelsenkirchener Bundestagsabgeordneten beigetragen.“
Die Bundesministerin stimmte der von Oberbürgermeister, Arbeitsverwaltung und den Wohlfahrtsverbänden vorgetragenen Argumentation zu, dass die besondere Situation auf dem Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen neue Wege in der Beschäftigungsförderung notwendig macht. Sie sei offen für neue Wege für Langzeitarbeitslose.
„Gelsenkirchen hat seine Hausaufgaben gemacht und ein konkret berechnetes Modell vorgetragen. So etwas lässt sich gut in meine Überlegungen einbeziehen“, so Bundesministerin Andrea Nahles.
Für das zweite Halbjahr kündigte die Ministerin ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland an, dabei will sie die Vorschläge aus Gelsenkirchen prüfen. In einem weiteren Arbeitsgespräch in Berlin, an dem auch Gelsenkirchener Akteure teilnehmen werden, sollen nach der Sommerpause die Vorstellungen konkretisiert werden.
Die Stadt Gelsenkirchen wird mit der Arbeitsverwaltung und den Wohlfahrtsverbänden jetzt die Möglichkeiten eines sozialen Arbeitsmarktes in Gelsenkirchen genau definieren und der Ministerin vor dem Gespräch zuleiten.
Frank Baranowski: „Ich freue mich, dass die Ministerin unsere Arbeit in dieser Weise gelobt und anerkannt hat."
An dem Gespräch waren die Gelsenkirchener Bundestagsabgeordneten, Vertreter der Arbeitsverwaltung, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Wohlfahrtsverbände sowie Mitglieder der Trägerversammlung beteiligt.