21. Mai 2014, 17:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Auch wenn derzeit noch fleißige Handwerker am Werk sind, soll schon in wenigen Wochen das neue Familienbüro der Stadt Gelsenkirchen eine Anlaufstelle für alle Eltern mit ihren Kindern sein. In einem ersten Zwischenschritt konnte jetzt das Erdgeschoss fertiggestellt werden, das NRW-Familienministerin Ute Schäfer heute gemeinsam mit Oberbürgermeister Frank Baranowski und Stadtrat Dr. Manfred Beck in Augenschein nahm.
Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Wir haben uns für die Einrichtung eines Familienbüros entschieden, um allen Familien in Gelsenkirchen eine zentrale Anlaufstelle zu bieten. Ziel dabei ist es, Eltern unbürokratisch erste Informationen zu Themen rund um das Familienleben zu geben , ihnen aber auch einen ungezwungenen Aufenthalt mit Spiel-, Still- und Wickelmöglichkeit zu bieten und damit die aktive Familienzeit, beispielsweise während eines Stadtbesuchs oder zwischen Behördengängen, zu erleichtern.“
NRW-Familienministerin Ute Schäfer gratulierte der Stadt Gelsenkirchen zu dem Mut, den Schritt in Richtung eines zentralen Familienbüros zu gehen und damit Neuland zu betreten: „Das Familienbüro ist ein Beispiel für eine gelungene Umsetzung unseres Programms ‚Kein Kind zurücklassen‘. Die Möglichkeit, dass Familien einfach kommen und ihre unterschiedlichsten Anliegen an einem Ort erledigen können, ist eine innovative Idee.“
Die Ministerin lobte das Familienbüro als Vorbild für andere Kommunen: „Ich bin sicher, dass Vertreter aus den Nachbarstädten sich in Gelsenkirchen informieren werden und hoffe, dass viele die Idee aufgreifen und selbst umsetzen werden.“
Neben der Anlaufstelle für Eltern wird das Familienbüro als zentrale Koordinationsstelle für das neu gegründete Netzwerk „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ fungieren. Es wird allen Netzwerkbeteiligten Anlaufstelle für Informationen und Zusammenarbeit sein und Räumlichkeiten für Kooperationsveranstaltungen bereithalten.
Bis zum Sommer 2014 stellt die Stadt Gelsenkirchen das Familienbüro in der Ebertstraße 20 dann komplett fertig, um Familien eine zentrale und familienfreundliche Anlaufstelle mit vielen Beratungs-, Informations- und Programmangeboten zu bieten. Außer dem Team Familienförderung des Referats Erziehung und Bildung werden Familien hier auch Angebote anderer städtischer Abteilungen sowie weiterer Träger vorfinden.
Seit dem Start der Angebote der Familienförderung vor gut neun Jahren hat sich das Referat Erziehung und Bildung auf die Eltern in der ersten Familienphase mit Kindern bis zu sieben Jahren konzentriert. Viele Angebote wurden auf diese Zielgruppe ausgerichtet, damit Familien sich in Gelsenkirchen wohl fühlen und bei der Erziehung ihrer Kinder -unabhängig von ihrer Herkunft oder Lebenssituation unterstützt und begleitet werden, so dass die Kindeserziehung gut gelingt.
Nun soll die Angebotspalette für Eltern mit Kindern bis zu sieben Jahren erweitert werden. Mit der Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für Familien ist ein „etwas anderes Familienbüro“ geplant.
Ganz vorrangig bietet es Familien eine unbürokratische Erstberatung zu Themen rund um die Förderung der Kinder sowie familienfreundliche Services wie eine Kinderspielfläche mit Sitz- und Getränkemöglichkeit für die Eltern, einen Still- und Wickelraum sowie einen Veranstaltungsraum.
Am Donnerstagnachmittag und am Samstagvormittag werden Eltern ihre Kinder bis zu drei Stunden betreuen lassen können, um Termine im Rathaus oder anderen Behörden in der Nähe wahrzunehmen, Einkäufe zu erledigen oder Ärzte besuchen zu können.
Außerhalb dieser Zeiten wird die Kinderspielfläche frei nutzbar sein, während sich die Eltern im Familienbüro aufhalten.
Darüber hinaus versteht sich das Familienbüro als koordinierender Mittelpunkt des Netzwerkes „Frühe Hilfen und Kinderschutz“, welches am 12. März 2014 mit einer Auftaktveranstaltung startete. Hier werden künftig sowohl die Netzwerkpartnerinnen und -partner als auch die Familien Informationen über das Netzwerk erhalten können.