22. Mai 2014, 12:08 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Sie rücken Erbstücke raus, erzählen, zeigen und wundern sich. Die Anwohner der Bochumer Straße im Stadtteil Ückendorf freuen sich und nehmen teil. Unglaubliche Dinge geschehen seit dem 12. Mai in Gelsenkirchen, neun Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Hier wo einstmals das erste Gelsenkirchener Theater eröffnet wurde, wo stolze Kumpel von Rheinelbe, Mitarbeiter der Firma Gelsenwasser, Händler und Dienstleister ihren Geschäften nachgingen, hat der Alltag eine andere Farbe bekommen. Schiefe in die Jahre gekommen Architektur - manche Häuser nicht mehr zu retten - leer stehenden Geschäftslokale, schmutzige Fenster, eine Straßenbahn, die wie vor hundert Jahren an den Fassaden vorbeibummelt und Geschichten der Menschen einsammelt – von denen, die hier wohnen und denen, die hier durch pendeln.
53 Kunst Studierende der renommierten Rietveld Akademie Amsterdam untersuchen einen Stadtteil und geben ihm frische Impulse mit jungen, unverstellten, künstlerische Positionen. Warum man Zement pink einfärben sollte? Nun warum nicht!
„Ihr seid jetzt die Fackelträger!“ sagt Kenan Sarak, Anwohner und Hauseigentümer der historischen Kutschenwerkstatt an der Bochumer Straße und eine Besucherin wünscht sich: „Hoffentlich bleiben viele dieser guten Ideen hier bestehen! Es wäre schön, wenn man diesen Dingen Raum und Zeit geben würde.“
Viel Zeit das Experiment zu erleben bleibt nicht mehr. Heute, ab 22. Mai bis Samstag feiert das Projekt seinen Abschluss mit Nonstop-Vorführungen, Filmen, Vorführungen, Musik und heiteren, künstlerischen Produktionen. Auch Fenster putzen gehört dazu!
Ein spannender Rundgang wird empfohlen im Projektraum zwischen den Hausnummer 74 und 169 in der Bochumer Straße und zu den angrenzenden Flächen. Anlaufstelle und Aktionsraum ist das neue „Rietveld“, Hausnummer 94 – ehemals Fahrradgeschäft mit großzügiger Fläche. Dort gibt es alle Informationen rund um das Projekt. Die Präsentationszeiten in den Ladenlokalen sind am 22. Mai von 13 bis 18 Uhr. Am 23. Mai von 12 bis 17 Uhr und von 20.30 Uhr bis 23 Uhr. Am Samstag von 10 bis 15 Uhr.
Ein Ort, den man nicht auslassen sollte ist das Museum der geborgten Dinge. „Na, wie isset? Muss! Und selbs?“ begrüßt die koreanische Künstlerin Yoojin Lee ihre Besucher und untersucht was es bedeutet, sich etwas auszuleihen? Welche Gegenstände kann man borgen? Wer leiht sich gegenseitig etwas? Alles, was ausgestellt ist, gehört Bürgern aus Gelsenkirchen, die bereit waren, etwas zu leihen. „Ich bin so überrascht, dass die Menschen mir so wertvolle Gegenstände vorbeibringen! Ich habe sogar Erbstücke erhalten.“
Pressekontakt vor Ort: Christiana Henke 0151 23518325, Dr. Volker Bandelow 0163 31 69 163
Prof. Joost van Haaften ( 0031) 647838665
Alle Projekte und Beschreibungen unter: http://rietveld.gelsenkirchen.de
Besichtigung: Donnerstag, 22. Mai von 13 bis 18 Uhr
Freitag, 23. Mai von 12 bis 17 Uhr und 20.30 Uhr bis 23 Uhr
Samstag, 24. Mai von 10 bis 15 Uhr.
Hinweis an die Redaktionen:
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