23. Mai 2014, 10:47 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen präsentiert am Sonntag/Montag, 25./26. Mai, die Literaturverfilmung „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Felix Herngren. In der Monatsreihe „Liebe, Lust und Leidschaft“ steht am Dienstag, 27. Mai, „Nymph()manic – Teil 2“ von Lars von Trier auf dem Programm. Und am Mittwoch, 28. Mai, zeigt das KoKi in Ückendorf „Blue Valentine“ von Derek Cianfrance.
Die Vorstellungen in der Schauburg beginnen am Sonntag um 12:45 Uhr und am Mon-/Dienstag um 18 und 20:30 Uhr. Das Programm in der Gesamtschule Ückendorf startet am Mittwoch um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Felis Herngrens Leinwandadaption von Jonas Jonassons populärem Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ erfreut als eine wunderbare Mischung aus Roadmovie, Gaunerkomödie und eigenwilliger FORREST-GUMP-Variation, die geschickt zwischen den verschiedenen Zeitebenen pendelt und die verblüffenden Ereignisse mit einer gehörigen Portion tiefschwarzem Humor schildert. Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; offizieller Beitrag zum internationalen Filmfestival in Glasgow. — Allan Karlsson (Robert Gustafsson) flüchtet eine Stunde vor der anberaumten Feier anlässlich seines 100. Geburtstags aus einem schwedischen Altenheim, um dem erwarteten Rummel zu entgehen. Es beginnt eine wahrlich abenteuerliche Reise, bei der er erst zu einem riesigen Vermögen kommt, dann neue Freunde findet und fiesen Ganoven begegnet, ehe der rüstige Senior schließlich mit einer Elefantendame nach Indonesien aufbricht. All das ist für Allan eigentlich nichts Besonderes, denn er kann auf eine ganz erstaunliche Lebensgeschichte zurückblicken, in deren Verlauf er das Weltgeschehen immer wieder unbewusst beeinflusst hat.
Anknüpfend an „Nymph()manic 1“ (am 6. Mai im KoKi) wird die seelisch und körperlich verletzte Nymphomanin Joe (Charlotte Gainsbourg) nach wie vor von dem alternden Junggesellen Seligman (Stellan Skarsgård) gepflegt. Weiterhin berichtet sie aus ihrem Leben, spricht von ihrer langweiligen Beziehung zu Jerome (Shia LaBeouf), ihrer Lust auf Schmerz mit dem Sado-Mado-Künstler K (Jamie Bell) und der Vernachlässigung ihres Babys. Und langsam kommt auch Seligman aus sich heraus und verrät, dass er noch nie Sex hatte —Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; offizieller Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale 2014 (außer Konkurrenz).
„Blue Valentine“ ist ein realistisches, bewegendes Drama, das anhand der Geschichte eines Paares die Extreme der Liebe und die Zerbrechlichkeit von Erwartungen erforscht. — Cindy (Michelle Williams) und Dean (Ryan Gosling) sind seit mehr als sechs Jahre verheiratet. Ihre Beziehung hatte sehr romantisch angefangen, sie entschieden sich beide für ihr gemeinsames Kind (Faith Wladyka) und den Gang zum Altar. Doch jetzt prägen banale Streits um Geld, Erziehungsfragen und versäumte Möglichkeiten den Alltag. Beide sind sich fremd geworden. Um die alten Gefühle zu erwecken, lädt Dean Cindy zu einer Nacht im Hotel ein. Trotz zärtlicher Erinnerungen erhält das Paar Gewissheit, dass es nicht mehr weiter geht.