13. Juni 2014, 17:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Angesichts der verheerenden Sturmschäden haben wir in Gelsenkirchen bereits viel geschafft. Dafür danke ich noch mal allen Einsatzkräften sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Es gibt aber weiterhin so viel zu tun, dass der Einsatz auch am Wochenende im vollen Umfang fortgesetzt wird“, damit hat Oberbürgermeister Frank Baranowski heute deutlich gemacht, dass die Aufräumarbeiten unvermindert weitergehen.
Für Anwohner bedeutet das auch, dass es an diesem Wochenende verstärkt zu Lärmbelästigung durch Motorsägen und schwere Maschinen kommen wird. Die Arbeiten sind allerdings notwendig, um die städtische Infrastruktur wieder in vollem Umfang herzustellen. Noch immer gibt es gesperrte Straßen, Bäume, die auf Häusern und Fahrzeugen liegen oder Wege und Straßen, die geräumt werden müssen.
Um die Aufräumarbeiten zu koordinieren, hat die Stadt Gelsenkirchen einen Stab einberufen, an dem alle notwendigen Beteiligten aus den Bereichen der Einsatzkräfte, der Versorger und der Polizei beteiligt sind. Die Leitung des Stabes hat Stadtkämmerer Dr. Georg Lunemann.
„Derzeit fehlt es vor allem an Kranfahrzeugen und Hubsteigern. Das Anheben schwerer Bäume und die Sicherung von Ästen in großer Höhe kann daher nur in begrenztem Umfang geleistet werden. Die Stadt Gelsenkirchen versucht bereits geeignete Fahrzeuge von privaten Firmen zu bekommen. Wir bitten die Betroffenen weiterhin um Geduld“, so der Stadtkämmerer.
Entgegen verschiedener Medienberichte hat die Stadt Gelsenkirchen auch über den Verbindungsoffizier um Unterstützung durch die Bundeswehr gebeten. Hilfe gab es bereits durch benachbarte Feuerwehren aus Münster, Dortmund und Drensteinfurt.
Die Feuerwehr hat bis heute über 1050 Einsätze geleistet, weitere 220 Einsätze stehen noch aus. Daneben ist die Belegschaft von Gelsendienste im Dauereinsatz, um Straßen, Schulhöfe, Plätze und Grünanlagen zuräumen und zu sichern.
In den vergangenen Tagen sind verschiedene Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Eine aktuelle Liste der geschlossenen Schulen gibt es auf der Internetseite der Stadt Gelsenkirchen. Sie wird rechtzeitig zum Wochenende aktualisiert und wird ab Sonntag 16 Uhr die Schulen nennen, die auch am Montag nicht öffnen können.
Ebenfalls geschlossen sind Spielplätze, Sportanlagen, Parkanlagen und alle Wälder der Stadt. Hier sind ebenfalls im Internet Listen angelegt, die ständig aktualisiert werden. Auf diesen Seiten kann man nachschauen, ob die entsprechende Fläche gesperrt ist oder nicht. Aktuell ist lediglich der Nordsternpark und mit dem Kinderland freigegeben. Fußball ist am Wochenende nur in der Glückauf-Kampfbahn möglich. Sie wird auch nur für die Relegationsspiele geöffnet.
„Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, auf keinen Fall Absperrungen zu entfernen oder zu missachten“, macht Gelsenkirchens Feuerwehrchef Michael Axinger deutlich. „In den abgesperrten Bereichen gibt es Gefahren, die nicht immer sofort zuerkennen sind. Personen, die die Sperrungen missachten begeben sich in Lebensgefahr.“
Schwierigkeiten gibt es derzeit auch bei der Beleuchtung einiger Straßen. Abgerissene Leitungen behindern die Stromversorgung. Betroffen sind die Kurt-Schumacher-Straße, die Grenzstraße, die Florastraße, die Ringstraße und die Adenauerallee.
Gute Fortschritte gibt es bei den Signalanlagen. Nachdem am Montag über 60 Ampelanlagen ausgefallen waren, sind heute nur noch zwölf Anlagen außer Betrieb.
Obwohl die großen Verbindungsstraßen im Stadtgebiet inzwischen wieder befahrbar sind, müssen Verkehrsteilnehmer in den kommenden Tagen immer wieder mit spontanen Sperrungen rechnen, wenn größere Bäume am Straßenrand entfernt werden müssen.
In den vergangenen Tagen konnte man im gesamten Stadtgebiet eine große Bereitschaft zur Nachbarschaftshilfe beobachten. Oberbürgermeister Frank Baranowski lobte dieses Engagement ausdrücklich: „So kenne ich die Menschen in Gelsenkirchen. Wir helfen uns gegenseitig. Nachbarschaft wird groß geschrieben. Ich kann nur alle bitten: Machen Sie so weiter! Das hilft uns allen.“