18. Juni 2014, 14:28 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen setzt seine Monatsreihe „Filmjahr national“ weiterhin fort: Am Sonntag/Montag, 22./23. Juni, läuft die Komödie „Alles inklusive“ von Doris Dörrie. Am Dienstag, 24. Juni, folgt das Drama „Lauf, Junge, lauf“ von Pepe Danquart. Und am Mittwoch, 25. Juni, steht „Sein letztes Rennen“ von Kilian Riedhof auf dem Programm.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und am Montag/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6). Das Programm in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) startet am Mittwoch um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Doris Dörries prominent besetzte Verfilmung ihres gleichnamigen Romans „Alles inklusive“ verbindet humorvolle und ernste Momente zu einer melancholischen Komödie über eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung, unterschiedliche Lebensentwürfe und die Suche nach dem Glück. — Vor über 30 Jahren führte die aus Deutschland stammende Ingrid (Hannelore Elsner) am Strand des südspanischen Fischerdorfs Torremolinos ein chaotisches Hippieleben. Jetzt kehrt sie zur Erholung nach einer Hüftoperation als „Alles-inklusive-Urlauberin“ an diesen Ort zurück und muss ernüchtert feststellen, dass die einstige Idylle einer kommerziellen Touristik-Industrie gewichen ist. Die Begegnung mit einem afrikanischen Flüchtling und einem Transvestiten veranlassen sie dazu, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Durch die ungeahnten Entwicklungen erlebt Ingrids neurotische Tochter (Nadja Uhl), die zu einem Besuch anreist, eine große Überraschung.
Basierend auf der wahren Geschichte von Yoram Fridman, die durch Uri Orlevs Roman bekannt wurde, zeichnet Regisseur Pepe Danquart in seinem packenden, realistischen Drama „Lauf, Junge, lauf“ die Odyssee eine jüdischen Flüchtlingsjungen nach und schildert die Ereignisse konsequent aus dessen Perspektive. Ausgezeichnet unter anderem mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; nominiert für drei „Deutsche Filmpreise“ 2014, darunter in der Kategorie „Beste Kamera“.
„Sein letztes Rennen“ ist eine wohl-ausbalancierte Tragikomödie mit einem grandios agierenden Dieter Hallervorden als gealterter Marathonchampion, der alles daran setzt, ein letztes Rennen laufen zu können. Hallervorden wurde für die „Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle“ mit dem „Deutschen Filmpreis 2014“ ausgezeichnet. — Der über siebzigjährige ehemalige Marathonstar Paul Averhoff (Dieter Hallervorden) muss sich mit seiner Frau Margot in ein Altersheim begeben, weil sich ihre Tochter Birgit (Heike Makatsch) aus beruflichen Gründen nicht mehr um sie kümmern kann. Paul fühlt sich im Altersheim nicht wohl und zweifelt an seinem Leben, bis er sich entscheidet, am Berlin-Marathon teilzunehmen. Eifrig trainiert er, erhält Unterstützung von seiner Frau und den anderen Heimbewohnern. Paul träumt vom Sieg. Doch der Heimleitung gefällt Pauls ungestüme Art nicht.