25. Juni 2014, 13:07 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Miss Sixty“ beendet das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 29./30. Juni, seine Monatsreihe „Filmjahr national“. Ab 1. Juli widmet sich das KoKi in der Reihe „Filmjahr international“ auswärtigen Produktionen, die es verdient haben im Fokus zu stehen. Den Auftakt macht am Dienstag, 1. Juli, die französische Komödie „Molière auf dem Fahrrad“. Und am Mittwoch, 2. Juli, gibt es auf vielfachen Wunsch erneut den Oscar-prämierten Film „12 Years a Slave“.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und am Montag/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast, Horster Straße 6. Das Programm in der Gesamtschule Ückendorf, Bochumer Straße 190, startet am Mittwoch um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Schülerinnen und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
In der erstklassig besetzten Komödie „Miss Sixty“ von Sigrid Hoerner ist die 60-jährige, kratzbürstige Molekularbiologin Luise (Iris Berben) die zentrale Figur. Sie wird zwangsweise in den vorzeitigen Ruhestand geschickt und beschließt, jetzt ein paar Dinge nachzuholen. Allen voran will sie unbedingt ein Kind bekommen, aber bitte ohne Partner! Da sie sich vor vielen Jahren eine ihrer Eizellen hatte einfrieren lassen, wäre eine Schwangerschaft durchaus möglich. Einen geeigneten Samenspender hat sie auch schon im Visier. Allerdings ahnt Luise nicht, dass sie bereits mehrfach dessen Vater Frans (Edgar Selge) über den Weg gelaufen ist. Und der quirlige, dem Jugendwahn verfallene Galerist geht ihr gehörig auf die Nerven, zumindest bislang.
Anhand der leichtfüßig inszenierten, hintersinnigen und scharfzüngigen Komödie „Molière auf dem Fahrrad“ beleuchtet Regisseur Philippe Le Guay zentrale Themen von Molières zeitlosem Theaterklassiker, denn im Leben der Protagonisten stellen sich ebenfalls Fragen nach Wahrhaftigkeit, Heuchelei und Freundschaft. Nominiert für drei „Französische Filmpreise“ 2014, darunter in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ (Fabrice Luchini). — Der einst gefeierte Theaterstar Serge (Fabrice Luchini) hat der Schauspielerei abgeschworen und lebt zurückgezogen in einem maroden Haus auf der französischen Insel Île de Ré. Dort erscheint eines Tages sein alter Weggefährte Gauthier (Lambert Wilson), der ihn für eine geplante Bühneninszenierung von Molières „Der Menschenfeind“ gewinnen will. Nur mühsam lässt sich Serge zu gemeinsamen Proben überreden. Durch die Arbeit an dem Stück und die vergnüglichen Stunden mit Gauthier taut der Misanthrop allmählich auf, ehe es zu Spannungen zwischen den beiden Männern kommt, nicht zuletzt auch deshalb, weil eine hübsche italienische Nachbarin Begehrlichkeiten weckt.
Basierend auf Solomon Northups autobiografischem Roman „12 Years a Slave“ beleuchtet der renommierte Fotograf, Videokünstler und Filmregisseur Steve McQueen schonungslos eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte: die Sklaverei. Entstanden ist ein intensives, brillant gespieltes und gefilmtes Drama, das sich tief ins Gedächtnis brennt. Ausgezeichnet unter anderem mit drei „Oscars“ 2014, darunter in der Kategorie „Bester Film.“ — Saratoga Springs, New York, Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Afroamerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) führt ein bürgerliches Familienleben in Freiheit – bis ihn skrupellose Menschenhändler entführen und nach Louisiana verschleppen. Dort wird er als Sklave verkauft und gerät über Umwege an den sadistischen Plantagenbesitzer Edwin Epps (Michael Fassbender). Solomon muss nicht nur unter schlimmsten Bedingungen Frondienste leisten, sondern auch die grausame Willkür seines „Masters“ ertragen. Dennoch resigniert er nicht und hofft darauf, dieser Hölle eines Tages entkommen zu können. (Das KoKi zeigt den Film auch Dienstag, 8. Juli, um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg.)
In der Monatsreihe „Filmjahr international“ stehen außerdem auf dem KoKi-Programm: „A Long Way Down“ (6./7. Juli), „Yves Saint Laurent“ (13./14. Juli), „Auge um Auge – Out of the Furnace“ (15. Juli), „Beziehungsweise New York“ (20./21. Juli), „Her“ (22. Juli) und „One Chance – Einmal im Leben“ (27./28. Juli).