22. März 2019, 10:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 22. März 2019, 10:41 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. In der kommenden Woche widmet sich das Institut für Stadtgeschichte (ISG) mit einem Vortrag der Vita von Heinrich Schnee (1895-1968): das Porträt eines Gelsenkirchener Lehrers und „Judenforschers“ im Wandel der Zeiten wird vorgetragen von Prof. Dr. Stephan Laux, Trier (mit anschließender Diskussion) am:
Mittwoch, 27. März 2019, 19 Uhr,
Dokumentationsstätte Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“, Cranger Straße 323,
45891 Gelsenkirchen
Heinrich Schnee war von 1932 und bis 1945 und von 1953 bis 1959 Geschichtslehrer am Schalker bzw. am Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen. Mehr als in seiner schulischen Tätigkeit trat der aus der preußischen Provinz Posen stammende Schnee mit fachhistorischen Forschungen zur Geschichte der Juden hervor. Bei diesen standen vor allem die so genannten „Hoffaktoren“ (Financiers an den europäischen Fürstenhöfen) im Mittelpunkt seines Interesses. Mit seinen größeren und überaus zahlreichen kleineren Veröffentlichungen erlangte Schnee in seiner Zeit zwar eine bemerkenswerte akademische Öffentlichkeit, doch blieb dem völkisch-katholisch geprägten Historiker im Nationalsozialismus ebenso wie in der Nachkriegszeit die erhoffte Anerkennung letztlich vorenthalten. Der Vortrag wird die Vita und die Prägungen des bislang nur in Fachkreisen bekannten Schnee in übergreifende Zusammenhänge stellen und dabei auch Verknüpfungen mit der Stadtgeschichte Gelsenkirchens herstellen.
Vor der Veranstaltung lädt das ISG von 18 bis 19 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ ein.