09. Juli 2014, 11:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunales Kino (KoKi) Gelsenkirchen setzt seine Monatsreihe „Filmjahr international“ am Sonntag/Montag, 13./14. Juli, mit „Yves Saint Laurent“ fort. Am Dienstag, 15. Juli, folgt „Auge um Auge – Out of the Furnace“.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr und am Montag/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Stra-ße 6). Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Schülerinnen und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Jalil Lesperts aufschlussreiche Filmbiografie „Yves Saint Laurent“ über den stilbildendenden Haute-Couture-Designer (1936-2008) beleuchtet vor allem dessen Beziehungsleben und persönliche Entwicklung, fängt aber auch glaubwürdig das Modemilieu und den Zeitgeist der 1960er- und 1970er-Jahre ein. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „wertvoll“. — Paris 1957. Der erst 21-jährige Yves Saint Laurent (Pierre Niney) ist einer der talentiertesten Nachwuchsmodeschöpfer Frankreichs und Assistent von Stardesigner Christian Dior. Als dieser unerwartet stirbt, übernimmt Yves den Posten des künstlerischen Leiters im renommierten Haus Dior. Gleich mit seiner ersten Kollektion, die er auf dem Laufsteg vorstellt, feiert er einen triumphalen Erfolg. Direkt nach der Präsentation lernt er Pierre Bergé (Guillaume Gallienne) kennen, in den er sich Hals über Kopf verliebt. Die beiden werden ein Paar und gründen schon bald das berühmte Label „Yves Saint Laurent“. Doch dann offenbaren sich immer mehr die selbstzerstörerischen Züge des sensiblen Couturiers.
Scott Coopers zweite Regiearbeit „Auge um Auge – Out of the Furnace“ ist definitiv kein simpler Rachefilm, sondern eine intelligente Mischung aus Familiendrama, Milieustudie und Thriller, die im Rahmen einer ruhigen Erzählung auf präzise Figurenzeichnungen setzt und in vielerlei Hinsicht an den grandiosen 1970er-Jahre-Klassiker „Die durch die Hölle gehen“ erinnert. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Rom und Denver (beide 2013). — Der Film spielt in einer vom Niedergang der Metallindustrie gezeichneten US-Kleinstadt. Der labile Irak-Kriegsheimkehrer Rodney (Casey Affleck) will unter keinen Umständen wie sein älterer, fürsorglicher Bruder Russell (Christian Bale) im örtlichen Stahlwerk schuften und fordert das Glück bei Wetten heraus. Da der erhoffte Gewinn ausbleibt, nimmt er an illegalen Straßenkämpfen teil. Diese sollen ihm das dringend benötigte Geld einbringen, um die inzwischen angehäuften Schulden zu begleichen. Nach einem letzten Deal mit Harlan (Woody Harrelson), dem skrupellosen Anführer einer kriminellen Bande, wird Rodney ermordet aufgefunden. Ernüchtert von der verhaltenen Vorgehensweise der Polizei, beschließt Russell, den Verantwortlichen zur Strecke zu bringen.