13. August 2014, 11:03 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 13. August 2014, 11:03 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Als „Autorenfilm“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen den US-amerikanischen Spielfilm „Boyhood“ wegen seiner Länge von 166 Minuten am Sonntag, 17. August, bereits um 12 Uhr sowie am Montag, 18. August, um 17 und 20 Uhr im Schauburg Filmpalast.
Am gleichen Ort läuft am Dienstag, 19. August, zu den normalen Zeiten (18 und 20:30 Uhr) „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“ in der KoKi-Monatsreihe „Große Abenteuer“.
Als Beispiel der Werke der „Coen-Brüder“ präsentiert das KoKi am Mittwoch, 20. August, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf „No Country for Old Men“.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Richard Linklaters außergewöhnliches Kinoprojekt „Boyhood“, das in kurzen Drehphasen zwischen 2002 und 2013 mit der gleichen Stammbesetzung entstanden ist, zeichnet realistisch die Entwicklung eines kleinen Kindes zum jungen Mann nach – von den schulischen Anfängen bis zum Eintritt ins College. Während dieses Zeitraums muss Mason (Ellar Coltrane), der zusammen mit der älteren Schwester bei seiner alleinerziehenden Mutter aufwächst, familiäre und persönliche Probleme bewältigen. Regisseur Linklater gelingt es vorzüglich, die Bedürfnisse, Sehnsüchte und Ängste eines Heranwachsenden transparent zu machen und dabei gleichzeitig unaufdringlich das sich wechselnde politische und gesellschaftliche Klima zu dokumentieren. Ausgezeichnet u. a. bei der Berlinale 2014 mit dem „Silbernen Bären“ für die „Beste Regie“ und dem „Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater“ sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Der Cerro Torre ist ein gut 3.000 Meter hoher Granitberg, der sich im Gletschergebiet Campo de Hielo Sur an der argentinisch-chilenischen Grenze befindet. Den Gipfel dieses majestätischen Berges zu besteigen gilt als enormes Wagnis, nicht nur wegen der steil aufragenden, glatten Granitwände, sondern auch aufgrund der extrem widrigen Wetterbedingungen. 2009 beschließt der mehrfache Kletter-Jugendweltmeister David Lama, den Cerro Torre ohne technische Hilfsmittel zu erklimmen. Das ist im Freikletterstil bisher noch niemandem gelungen. Und genau darin liegt der besondere Reiz für den Österreicher, der seine Erfahrungen eher in Kletterhallen gesammelt hat. Thomas Dirnhofers Dokumentation „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“ begleitet David Lama über mehrere Jahre hinweg bei dem größten Abenteuer seines Lebens und zeigt neben spektakulären Aufnahmen vor allem auch, wie sich die Persönlichkeit des jungen Extremsportlers während des Projekts weiterentwickelt. „Ein von der ersten bis zur letzten Minute spannender Film.“ (KINO.DE) Offizieller Beitrag zum Filmfestival in San Sebastián 2013.
„No Country for Old Man“ spielt im Südwesten von Texas Anfang der 1980er-Jahre. Bei der Jagd stolpert ein chronisch abgebrannter Vietnam-Veteran inmitten der Wüste über viele tote Männer, kiloweise Heroin und einen Koffer mit mehr als zwei Millionen US-Dollar Bargeld. Ohne lange nachzudenken nimmt er den Koffer an sich und kehrt seinem bisherigen Leben den Rücken, nicht ahnend, dass bereits ein psychopathischer Killer die Fährte aufgenommen hat. Dessen Blutspur ruft einen kurz vor der Pensionierung stehenden Sheriff auf den Plan. – Ausgezeichnet mit vier „Oscars“, darunter in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“.