19. August 2014, 11:26 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In diesen Tagen jährt sich zum 100. Male der Beginn des Ersten Weltkriegs, der als „Urkatastrophe“ die weitere Entwicklung des 20. Jahrhunderts prägen sollte.
Auch für das Ruhrgebiet markierte dieser „Große Krieg“ eine Zäsur. Zwar fanden die Kämpfe weit weg von Gelsenkirchen, in Nordfrankreich, Flandern, Galizien oder in den Alpen statt, aber ihre Auswirkungen waren auch in der Region beiderseits von Emscher und Kanal zu spüren: Der Krieg veränderte die lokalen Gesellschaften in Gelsenkirchen und Buer, in Horst und Rotthausen grundlegend.
In dieser Woche startet die Vortragsreihe des Instituts für Stadtgeschichte, die sich zwischen August und Oktober 2014 mit verschiedenen Aspekten des Ersten Weltkriegs auseinandersetzt. Die erste der insgesamt sechs Veranstaltungen mit dem Titel „Bin noch gesund und munter“. Gelsenkirchener Feldpost aus dem Großen Krieg 1914-1918“ findet, in Verbindung mit der Vorstellung des im Juli 2014 erschienen gleichnamigen Buches, am Donnerstag, 21. August 2014, um 19 Uhr im Konferenzraum 8 im 1. OG des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen statt.
Die deutsche Feldpost beförderte zwischen 1914 und 1918 fast 29 Milliarden Sendungen zwischen Front und Heimat. Mehrere Millionen stammten von den etwa 50.000 Soldaten aus dem Raum Gelsenkirchen und ihren Angehörigen. Nur ein Bruchteil davon existiert heute noch, teilweise in privater Hand, teilweise in der Sammlung des Instituts für Stadtgeschichte.
Im Buch kommen Zeitgenossen in Gestalt ihrer Briefe und Karten selbst zu Wort. Ihre Lebensumstände und Erlebnisse, ihre Gedanken über Sinn und Unsinn des Krieges werden so greifbar.
Referent der Veranstaltung und gleichzeitig auch Autor des Buches ist Dr. Daniel Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Stadtgeschichte.