20. August 2014, 11:35 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen setzt seine Monatsreihe „Große Abenteuer“ am Sonntag/Montag, 24./25. August, mit dem australischen Spielfilm „Spuren“ fort. Am Dienstag, 26. August, folgt „Einmal Hans mit scharfer Soße“ in der Reihe „Neuer Deutscher Film“. Einen weiteren Film von den Coen-Brüdern zeigt das KoKi mit „Inside Llewyn Davis“ am Mittwoch, 27. August.
Die Vorstellungen beginnen im Schauburg Filmpalast am Sonntag um 12.45 Uhr sowie am Montag und Dienstag um 18 und 20.30 Uhr. Die Mittwochsvorstellung findet in der Gesamtschule Ückendorf statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Behutsam zeichnete Regisseur John Curran in „Spuren“ die wahre Geschichte der willensstarken Robyn Davidson nach und kreierte einen packenden, vielschichtigen Film, der vor atemberaubender Kulisse von einer äußeren und inneren Reise erzählt. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „wertvoll“; offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Venedig, Toronto und Adelaide (alle 2013). — 1975 verlässt die junge Australierin Robyn Davidson (Mia Wasikowska) die Großstadt Brisbane und zieht in den kleinen Wüstenort Alice Springs. Von dort aus will sie bis zum Indischen Ozean wandern und dabei 2.700 Kilometer menschenfeindliche Wildnis durchqueren. Weder besorgten Familienangehörigen noch Freunden gelingt es, Robyn den gewagten Plan auszureden. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit begibt sie sich zusammen mit vier Kamelen und ihrem geliebten Hund endlich auf den langen, beschwerlichen Weg. Finanzielle Unterstützung erhält sie vom Magazin „National Geographic“, dessen Fotograf Rick Smolan (Adam Driver) sie gelegentlich trifft, um das große Abenteuer für die Ewigkeit festzuhalten.
Bukat Alakus’ Leinwandadaption des autobiografischen Romans „Einmal Hans mit scharfer Soße“ von Hatice Akyün erfreut als eine turbulente Multikultikomödie, die mit einem blendend aufgelegten Ensemble wunderbar ironisch Klischees aufs Korn nimmt. Offizieller Beitrag zum Filmfest Hamburg 2013. — Die türkische Familie Coskun ist stolz darauf, sich bestens in Deutschland eingegliedert zu haben. Aber ein paar anatolische Traditionen will Papa Ismail dann doch aufrechterhalten. So bestimmt er, dass die jüngere Tochter Fatma erst dann heiraten darf, wenn die ältere Schwester Hatice unter der Haube ist. Im Gegensatz zu Fatma hat die emanzipierte Hatice noch nicht einmal einen festen Freund. Das muss sich schleunigst ändern, denn Fatma steht aufgrund ihrer Schwangerschaft enorm unter Zeitdruck. Und so suchen die beiden Schwestern fieberhaft nach einem Traumprinzen für Hatice. Dieser muss allerdings ganz speziellen Vorstellungen entsprechen: Ein Deutscher mit dem Feuer eines Südländers soll es sein! Allzu viele Kandidaten kommen da nicht in Frage.
„Inside Llewyn Davis“ spielt in New York des Jahres 1961. Llewyn Davis lebt für die Folkmusik, doch der Durchbruch ist ihm noch nicht gelungen. Während in den Clubs aufstrebende Singer-Songwriter ein- und ausgehen, pendelt Llewyn zwischen kleinen Gigs und gelegentlichen Gastspielen bei Studioaufnahmen. Da er keinen festen Wohnsitz hat, sucht er Nacht für Nacht einen neuen Schlafplatz. Meist landet er bei Bekannten aus der Szene, darunter auch Jim und Jane, mit denen ihn mehr als eine oberflächliche Freundschaft verbindet. Aber Llewyn kann seine Gefühle nur in der Musik äußern, und so lässt er sich weitertreiben – von New York bis Chicago und wieder zurück. — Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes mit dem „Großen Preis der Jury“.