04. Oktober 2018, 15:54 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Gäste in Gelsenkirchen,
ich begrüße Sie sehr herzlich in Gelsenkirchen – in unserer Stadt und in unserem Gelsenkirchener Rathaus! Sie werden ja gleich im Anschluss, wenn ich richtig informiert bin, noch etwas mehr über dieses Haus, das Hans-Sachs-Haus, und seine besondere Geschichte erfahren. Darum will ich dem nicht vorgreifen und jetzt auch nicht allzu viel über dieses – wie ich finde – besondere Gebäude erzählen. Aber zu dem, was offenkundig ist, muss und möchte ich doch etwas sagen. Sie sehen es ja alle: Wir befinden uns nicht nur pro forma in einem Rathaus, sondern im wohl wichtigsten Raum dieses Rathauses, im Ratssaal.
Wir befinden uns in dem Saal, der das Zentrum der lokalen Demokratie bildet, in dem der Rat der Stadt Gelsenkirchen tagt und wo für die Stadt wichtige Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden. Hier haben wir – neben vielen anderen Entscheidungen – vor ziemlich genau drei Jahren das Handlungskonzept zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt Gelsenkirchen diskutiert, das dann schließlich unter der Überschrift „Humanität – Vielfalt –Respekt“ verabschiedet wurde.
Dieses Konzept war der Fahrplan, nach dem wir in Gelsenkirchen Flüchtlinge aufgenommen und betreut haben. Und dieser Plan war wichtig, gerade als im Herbst 2015 eine sehr große Zahl an Kindern und Jugendlichen, Frauen und Männer Tag für Tag, Woche für Woche zu uns gekommen ist. Das war eine echte Herausforderung. Inzwischen hat sich die Hektik jener Tage gelegt, was aber nicht heißen soll, dass die Aufgabe erledigt und abgeschlossen wäre. Viele Menschen, insbesondere jene aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea, können nicht so bald in ihre Heimat zurück und müssen hier ein neues Leben beginnen – und brauchen dabei Hilfe. Auch Zuwanderung aus Europa, aus Rumänien und Bulgarien, ist ein wichtiges Thema in unserer Region, zumal es sich dabei ganz überwiegend um Zuwanderung aus materieller und menschlicher Not handelt.
Ja, in unserer Stadt stehen umfangreiche Integrations-Anforderungen an, müssen viele Fragen der Integration bearbeitet werden. Und keine Frage: Diese Anforderungen sind zu bewältigen. Aber richtig ist doch auch: Dafür braucht es schon einiges. Für diese Aufgabe braucht man ganz sicher die Unterstützung eines großen Teils der Gesellschaft; dafür man eine politische Haltung; und man braucht nicht zuletzt Menschen, die sich kümmern. Man braucht Fachkräfte, Expertinnen und Experten, die diese Aufgabe mit umsetzen.
Wir brauchen Menschen, die bereit sind, sich für das Zusammenleben in unseren Städten zu engagieren. Wir brauchen – um es deutlich zu sagen – Fachleute wie Sie. Und darum freue ich mich, dass Sie hier sind, dass Sie sich in unserer Stadt informieren und austauschen – und dass Sie sich für dieses so wichtige Ziel einsetzen!