21. September 2018, 13:17 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Institut für Stadtgeschichte lädt am Mittwoch, 26. September 2018, um 19 Uhr zu dem Vortrag „Krimis im ‚Dritten Reich‘– zwischen Subversion und Stabilisation“ von Dr. Jürgen Nelles (Bonn) mit anschließender Diskussion in die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“, Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen ein.
Der Vortrag zeichnet die Entwicklung der Kriminalliteratur von etwa 1930 bis 1945 nach und beschreibt, wie die Nationalsozialisten der damals schon beliebten Gattung zunächst nur wenig Beachtung geschenkt, dann für ihre (Propaganda-) Zwecke funktionalisiert und Krimi-Autoren instrumentalisiert haben.
Demzufolge wandeln sich im Laufe des 'Dritten Reiches' die einschlägigen Motive, Themen und Figuren – besonders die Funktionen der jeweiligen Ermittler, Verdächtigen und 'Verbrecher'.
Jürgen Nelles zeigt mit vielen historischen Fotos, wie die damaligen politischen, sozialen und kulturellen Verhältnisse während der Nazi-Diktatur in Krimis präsentiert, ignoriert oder interpretiert, mitunter auch parodiert werden.
Von 18 bis 19 Uhr findet vor der Abendveranstaltung eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ statt. Der Eintritt ist frei.