28. August 2014, 11:02 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 28. August 2014, 11:02 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Im Zentrum der KoKi-September-Hauptreihe „Aus dem wahren Leben“ stehen reale Personen, denen sich die ausgewählten Beiträge behutsam annähern. Den Filmkreativen gelingen vitale, vielschichtige Biografien, die nicht nur wahrhaftige Lebensgeschichten erzählen, sondern auch treffend den jeweiligen historischen bzw. zeitgeschichtlichen Hintergrund charakterisieren.
Die Reihe beginnt am 9. September mit „Good Vibrations“. Es folgen der Dokumentarfilm „Finding Vivian Maier“ (14./19.), „Wüstentänzer - Afshins verbotener Traum von Freiheit“ (23.) und „Die geliebten Schwestern“ (28./29.).
Zunächst läuft als „Neuer Deutscher Film“ am Dienstag, 2. September, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) „Zeit der Kannibalen“. Und am Mittwoch, 3. September, zeigt das KoKi um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) „Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?“ der Coen-Brüder.
Im September stehen außerdem auf dem KoKi-Programm in der Schauburg „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (7./8.) und „Enemy“ (16.) als Literaturverfilmungen sowie „No Turning Back“ (30.). In der Gesamtschule Ückendorf laufen „A Serious Man“ (10.) und „True Grit“ (17.) von den Coen-Brüdern sowie „Wie beim ersten Mal“ (24.) mit Meryl Streep.
Angesiedelt in sterilen Luxushotelzimmern, seziert Johannes Nabers sehenswerter zweiter Spielfilm „Zeit der Kannibalen“ unkonventionell, klug und sarkastisch die Verhaltensweisen der von Macht- und Geldgier zerfressenen Figuren und kommentiert so schonungslos die bedrohlichen Auswüchse eines globalisierten, auf reine Profitmaximierung ausgerichteten Wirtschaftssystems. „Eine schneidend böse Groteske über Hardcore-Kapitalisten im Selbstzerstörungsmodus.“ (KULTURSPIEGEL) Offizieller Beitrag zur Berlinale 2014 (Reihe: „Perspektive Deutsches Kino“). — Die eiskalten Unternehmensberater Öllers (Devid Striesow) und Niederländer (Sebastian Blomberg) bereisen seit sechs Jahren die Hauptstädte der sogenannten „Dritten Welt“, um den Profithunger ihrer Kunden zu stillen. Dabei verfolgen sie nur ein Ziel: endlich in den Firmenolymp aufsteigen und selbst Partner werden. Als sie erfahren, dass ein Teamkollege den ersehnten Karriereschritt gemacht hat, liegen die Nerven blank. Kurz darauf begeht der Auserkorene Selbstmord, und die junge, ehrgeizige Bianca März (Katharina Schüttler) rückt für ihn nach. Zwischen Öllers, Niederländer und März entbrennt ein skrupelloser Konkurrenzkampf.
In „Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?“ beschließt der CIA-Experte Osborne Cox (John Malkovich), der gerade wegen Alkohols seinen Job verloren hat, seine Memoiren zu schreiben. Seine Ehefrau Katie (Tilda Swinton), die ihn mit dem langjährigen Hausfreund Harry Pfarrer (George Clooney) betrügt, kopiert seine Dateien auf eine CD, um sich für die Zeit nach einer Scheidung abzusichern. Sie verliert die CD jedoch in einem Fitnessstudio, und die Angestellten des Studios, Chad Feldheimer (Brad Pitt) und seine Kollegin Lina Litzke (Frances McDormand), wittern das große Geschäft.
Der Eintritt kostet normal 5 € für eine Vorstellung bzw. 45 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.