29. August 2014, 11:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Zur nächsten Ausstellung „RuhrKunstSzene: Fotoaugen - Hans Blossey, Peter Buchwald, Anton Stankowski, Denise Winter“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen sind die Vertreter der Medien zu einer Vorbesichtigung eingeladen am
Freitag, 5. September 2014, um 11 Uhr,
im Kunstmuseum Gelsenkirchen,
Horster Straße 5-7, 45897 Gelsenkirchen.
Bei der Ausstellung, die vom 7. September bis zum 9. November 2014 in der Alten Villa des Kunstmuseum gezeigt wird, handelt es ich um eine großangelegte Kooperation von zehn der RuhrKunstMuseen. Zeitgleich werden über 50 künstlerischen Positionen der aktuellen Kunst im Ruhrgebiet in diesen zehn Kunstmuseen präsentiert. Dabei hat jedes Haus einen anderen Schwerpunkt, ein eigenes Thema gewählt. Der gemeinsame Auftritt, der durch ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet wird, fächert die außerordentliche Bandbreite der künstlerischen Vielfalt im Ruhrgebiet auf.
Den Impuls im Kunstmuseum Gelsenkirchen für die Präsentation ausgewählter fotografischer Positionen im Rahmen der „RuhrKunstSzene“ gab der Grafiker und Designer Anton Stankowski (1906 Gelsenkirchen – 1998 Esslingen am Neckar). Sein Werk gehört zu den Sammlungsschwerpunkten des Kunstmuseums Gelsenkirchen.
In den 1920er Jahren studierte Anton Stankowski an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen Innenraumgestaltung, Typografie und Fotografie, wobei ihm früh ein „Fotoauge“ attestiert wurde. Getragen von neuen Ideen um Bauhaus und Werkbund verfolgte er mit dem jungen Medium der Fotografie einen eigenständigen, sachlich orientierten Ausdrucksstil, der später zum Markenzeichen seiner grafischen Umsetzungen in Werbung, Design und Kunst werden sollte. Eine Auswahl aus dem fotografischen Archiv der Stankowski-Stiftung in Stuttgart zeigt „Straßenkreuzungen“, „Fernleitungsmasten“ oder „Spuren in einer Schneelandschaft“ aus den 20er und 30er Jahren, die dem Leitmotiv von Linie und Struktur folgen.
Einen exklusiven Blick auf die Revierlandschaft von oben hat der Luftbildfotograf Hans Blossey (geb. 1952 Essen). Der in Hamm beheimatete Fotograf mit Fluglizenz zeigt ausgewählte Beispiele der letzten drei Jahre aus seinem umfassenden Archiv, die fernab von präziser Lokalisierung oder romantisierender Aufnahme dem bestimmenden Gedanken von Strukturierung oder Liniennetz folgen.
Der Gelsenkirchener Fotograf Peter Buchwald (geb.1958 in Berlin) hat sein Atelier auf der Künstlerzeche Unser Fritz in Herne. Aus seinem breiten Repertoire zur experimentellen Fotografie zeigt er Arbeiten aus den Lichtserien, die in den letzten Jahren in Paris und in Berlin entstanden sind. Das Linienspiel, ob starr oder bewegt, steht dabei stets im Fokus.
Die zeitgenössische Künstlerin der jüngeren Generation Denise Winter aus Dortmund (geb. 1983 in Berlin) komplettiert das Quartett der „Fotoaugen“. Mit ihren fotografischen und installativen Arbeiten hinterfragt sie räumliche Strukturen und verschiebt somit Raumebenen, Perspektiven und Dimensionen.
Die Fotokünstler Hans Blossey, Peter Buchwald und Denise Winter sind zum Gespräch anwesend. Ebenso die Direktorin und Ausstellungskuratorin Leane Schäfer.