08. September 2014, 11:40 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Kirchen, Industriegebäude oder Siedlungen – am Sonntag 14. September 2014 gibt es interessante Einblicke in Gebäude, die nicht alltäglich sind. Denn dann ist wieder Tag des Offenen Denkmals. Diesmal lautet das Motto: „Farbige Bausteine in Gelsenkirchen“.
In Gelsenkirchen öffnen insgesamt 14 Objekte ihre Pforten. Von der Wasserburg Lüttinghoff in Hassel, über verschiedene Kirchen, die Siedlung Flöz Dickebank in Ückendorf, ehemalige Zechen wie Consol oder Hugo bis hin zum ehemaligen Bahnbetriebswerk in Bismarck reicht das Spektrum. Nicht immer steht dabei das Leitmotiv Farbe im Mittelpunkt, doch anders ist der Blick auch auf vermeintlich Bekanntes allemal.
Selbst auf Baustellen gibt es am Tag des Offenen Denkmals Farbiges zu entdecken, wie im Leibniz Gymnasium an der Breddestraße in Buer. Andrea Lietz, Mitarbeiterin der Denkmalbehörde, zeigt um 11 Uhr, wie man Baustellen an historischen Gebäuden auch sehen kann.
Fragen rund um die farbige Gestaltung der Fassade der Wasserburg Lüttinghoff im Norden der Stadt beantwortet vor Ort von 12 bis 15 Uhr Beate Düster, Leiterin der Unteren Denkmalbehörde bei der Stadt Gelsenkirchen.
Um farbige Fassaden geht es auch im Süden Gelsenkirchens. In der Siedlung Flöz Dickebank erläutert Barbara Schmid wie mit Farbe ein ansprechendes, einheitliches Erscheinungsbild gestaltete werden kann.
Und was wären eigentlich Kirchen ohne das Spiel der Farben ihrer Fenster oder ihrer Decken zum Beispiel? Anhand des protestantischen Kirchenbaus um das Jahr 1900 erklärt Dr. Lutz Heidemann die Funktion farbiger Gestaltungselemente um 11 Uhr, Apostelkirche in Buer, Horster Straße, um 13.30 Uhr, Dreifaltigkeitskirche in Erle, Cranger Straße 327 und um 14.30 Uhr, Nicolai-Kirche in Ückendorf, Ückendorfer Str. 106. Farbiges Glas hatte aber auch in der 1960er Jahren eine wichtige Funktion, was in der Stephanuskirche in der Westerholter Straße deutlich wird. Und die Heilig-Kreuz-Kirche in der Bochumer Straße lohnt schon allein wegen ihrer außergewöhnlichen Architektur und der farbigen Ausgestaltung ihres Innenraums einen Besuch. Hinzu kommt nun eine Fotoausstellung mit dem Titel „Farben“ von Fotografinnen und Fotografen des Wittener Clubs ObjektivArt´96.
Das Leitmotiv Farbe spielt an anderen Orten zwar keine Rolle, aber sie bieten deshalb nicht weniger interessante Einsichten. So laden auch das Bahnbetriebswerk Bismarck, die Zeche Hugo mit ihrer Waschkaue sowie Schacht 2, die Zeche Consolidation mit Schacht 9 und den zugehörigen Maschinenhäusern und die Kindertagesstätte (Kita) in der Niefeldtstraße 18 zum Besuch ein. Das Gebäude in der Niefeldtstraße wurde 1911/12 erbaut und war eine Kleinkinderschule. Heute ist es nicht nur eine Kita, sondern auch als Baudenkmal ein bedeutendes Zeugnis für die Geschichte der vorschulischen Erziehung und Bildung Anfang des 20. Jahrhunderts in Gelsenkirchen.
Alle Infos zum Tag des Offenen Denkmals in Gelsenkirchen unter www.gelsenkirchen.de