09. September 2014, 11:40 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Am Montag, 8. September 2014, tauschten sich im Wissenschaftspark Gelsenkirchen Vertreterinnen und Vertreter der Gelsenkirchener Schulen zum Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) aus.
Die Initiative ist weiterer Baustein der Präventionskette in Gelsenkirchen, diesmal zum Ende der Bildungsbiografie, wenn es zum Übergang in den Beruf geht. „Kein Abschluss ohne Anschluss“ wendet sich an Jugendliche ab der Klasse 8, um sie systematisch von der Schule in den Beruf zu begleiten.
Ziel ist es, alle bisherigen Aktivitäten und Verfahren im Übergangsmanagement Schule/Beruf dahingehend zu bündeln und anzupassen, dass der Übergang von jungen Menschen von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf entscheidend verbessert wird. Der Focus liegt hier nicht – wie im bisherigen Übergangsmanagement - auf Schülerinnen und Schülern mit besonderen sozialen Benachteiligungen, sondern bezieht sich auf alle Schülerinnen und Schüler.
Stadtrat Dr. Manfred Beck begrüßte Schulleitungen, Abteilungsleitungen der 8. Klassen und Studien- und Berufswahlkoordinatoren. Elke Steimann, Ansprechpartnerin für Lehrerausbildung und –fortbildung der Bezirksregierung, stellte das neue Übergangssystem Schule-Beruf und die Angebote der Lehrerfortbildung vor. Anschließend berichtete der Leiter der Kommunalen Koordinierung in Gelsenkirchen, Bernd Zenker-Broekmann, über den aktuellen Stand der Umsetzung des Projektes. Im engen Kontakt zu den Schulen als wichtigste Akteure wird seitens der Kommunalen Koordinierung eine „Bodenhaftung“ bei der Koordination des Projekts angestrebt.
Alle Jugendlichen in NRW sollen ab Klasse 8 durch intensive Beratung und praktische Berufserkundung zu einer verbindlichen Ausbildungs- oder Studienperspektive geführt werden. An dem neuen Übergangssystem wirken viele Partner mit, wie z.B. Schulen und Unternehmen. Das neue Übergangssystem wird schrittweise ausgebaut.
Im Schuljahr 2014/2015 nehmen die ersten 381 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen (Hauptschulen Frankampstraße und Schwalbenstraße, Ricarda-Huch-Gymnasium, Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, Schalker Gymnasium) an dem Programm teil und starten mit den ersten Potenzialanalysen. Dabei lernen die Jugendlichen ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale kennen und erproben sich auch in geschlechtsuntypischen Berufsfeldern. 1.136 Schüler werden im aktuellen Schuljahr noch durch andere Programme zur Berufsorientierung unterstützt.