11. September 2014, 12:27 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Am 25. September 2014 findet bundesweit der Tag der Zahngesundheit unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – ein Herz für Zähne“ statt. Gelsenkirchen geht beim Thema Prävention voran und tut mehr: Um „Kein Kind zurück zulassen“ putzt Gelsenkirchen im Hans-Sachs-Haus gleich an fünf Tagen: in der Zeit vom 15. bis 19. September im Bürgerforum, Ebertstraße 11.
Der Arbeitskreis Zahngesundheit Gelsenkirchen, die Gelsenkirchener Kieferorthopäden und die Stadt Gelsenkirchen arbeiten „Gemeinsam für die Zahngesundheit Gelsenkirchener Kinder“.
Mit einem Kariestunnel der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, der strahlende Gebisse in völliger Dunkelheit im schwarzen UV-Licht umherschweben lässt, haben die Kinder Gelegenheit, sich mit ihren Zähnen und Zahnbelegen spielerisch auseinanderzusetzen.
Zusätzliche Spiel- und Aktionstische, die die unterschiedlichen Sinne anregen, liefern Informationen zu Zahngesunder Ernährung, Zahnartikeln und Zahnpflege und wollen auch die Eltern ansprechen, da sie Vorbild und tragendes Element in der Zahnhygiene ihrer Kinder sind.
So beraten auch Eltern als Experten in eigener Sache an einem eigenen Stand interessierte Besucher in mehreren Sprachen. Dabei geht es um Themen wie „Was tun, wenn mein Kind keine Zähneputzen will?“ oder „Wie kann ich die Mundgesundheit meines Kindes fördern?“ Sogar alle Gelsenkirchener Kieferorthopäden sind abwechselnd die ganze Woche über mit einem Stand vertreten.
Im vergangenen Jahr erreichte die Aktion 790 Kinder und 130 Eltern. Bis 13 Uhr haben die Schulen und Kindergärten zum Besuch Vorrang, danach steht die Aktion allen interessierten Bürgern zur Information offen.
Um mit gutem Vorbild voranzugehen, werden sich Oberbürgermeister Frank Baranowski, der die Schirmherrschaft für die Aktionswoche übernommen hat, und der Vorsitzende des Arbeitskreises Zahngesundheit Dr. Dagwin Lauer den Herausforderungen des Kariestunnels stellen, am:
Montag, 15. September 2014 um 10.15 Uhr,
Hans-Sachs-Haus, Bürgerforum,
Ebertstraße 11, 45879 Gelsenkirchen.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.
Individuell betreut werden die Kinder durch die zahnmedizinischen Fachklassen des Eduard-Spranger-Berufskollegs Buer, den angehenden Erzieherinnen und Erziehern des Berufskollegs Königstraße, sowie von zahnmedizinischen Mitarbeitern der Praxen des Zahnärztevereins Gelsenkirchen e.V.. Vom Musiktheater im Revier (MiR) werden die „Zahnfee“ und „Graf Zahn“ in der Fußgängerzone Werbung für die Veranstaltung im Hans-Sachs-Haus machen.
Das Engagement zur Verbesserung der Mundgesundheit, das der Arbeitskreis Zahngesundheit, der öffentlicher Gesundheitsdienst, die niedergelassenen Zahnärzte, die gesetzlichen Krankenkassen, Schulen und Kindertageseinrichtungen tragen, zeigt in Gelsenkirchen durchaus Früchte. Dennoch zeigen die 2013 erhobenen Daten, auch, dass die Zahngesundheit der Sechs- bis Siebenjährigen in einigen Sozialräumen dieser
Stadt durchaus noch Nachholbedarf hat. Das Phänomen der ungleichen Kariesverteilung ist bundesweit und zeigt, dass besonders Kinder in prekären sozialen Lagen und Kinder mit Migrationshintergrund häufiger von Karies betroffen sind.
Gesunde Zähne sind für die späteren Lebensjahre von Kindern ein unverzichtbares Kapital. Lückenhafte und kariöse Gebisse sind nicht nur in den Reparaturkosten für viele Familien kaum noch bezahlbar, sondern behindern Sprache und ein selbstbewusstes Auftreten und damit unter Umständen auch den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.
Innerhalb des Modellvorhabens „Kein Kind zurücklassen“ hat sich ein Arbeitsbündnis gebildet, das aus dem Arbeitskreis Zahngesundheit und Akteuren der Gelsenkirchener Präventionskette besteht.
Vertreten sind unterschiedliche Diszipline: der Stadtverwaltung, GeKita, freie Träger, Elternschaft und Vereine.
Die Aktionswoche ist ein Baustein des gesamtstädtischen strategischen Vorhabens die sozialen Benachteiligungen von Kindern auszugleichen und die gesundheitliche Chancengleichheit in der sich rasch verändernden Stadtfamilie ohne Stigmatisierung zu fördern.
Weitere Informationen:
Stadt Gelsenkirchen
Koordinierungsstelle kommunale Prävention
Dagmar Eckart
Ebertstraße 11
45875 Gelsenkirchen
Tel. 0209/ 169 8562
Fax. 0209/ 169 3716
e-mail: dagmar.eckart@gelsenkirchen.de