17. September 2014, 10:53 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Um 160 Millionen Frauen in Asien, die nie geboren wurden, geht es in dem Buch „Das Verschwinden der Frauen. Selektive Geburtenkontrolle und die Folgen“ der amerikanischen Journalistin Mara Hvistendahl. Ausgerechnet die für viele Menschen hilfreiche Pränataldiagnostik hat das Geschlechterverhältnis besonders in China, Afrika und Indien in eine Schieflage gebracht. Kommen auf 100 Geburten von Mädchen normalerweise 105 von Jungen, findet man heute in manchen Regionen Chinas bei unter Dreijährigen ein Verhältnis von 100 Mädchen zu 176 Jungen. Über Hintergründe, Folgen und die Frage, was wir damit zu tun haben, diskutiert die Philosophin Marit Rullmann im Lila Salon am:
Montag, 29. September 2014, 19 Uhr,
Bildungszentrum,
Ebertstraße 19, 45879 Gelsenkirchen.
Der medizinische Fortschritt ermöglicht es den Eltern sich den traditionellen Wunsch nach einem Jungen zu erfüllen. Die selektive Geburtenkontrolle führt zu einer massenhaften Abtreibung von weiblichen Föten. Das kann zur Folge haben, dass heiratswillige Männer keine Frauen finden, Zwangsehen wieder zunehmen und die Prostitution ansteigt. Auch in Armenien, Georgien, Albanien oder Mazedonien treiben Eltern ihre ungeborenen Mädchen ab. Einige dieser Länder sind keine weit entfernten Entwicklungsländer wie China oder Indien, sondern potentielle Beitrittskandidaten für die Europäische Union.
Der Lila Salon lädt alle Interessierten ein sich zu informieren, mehr über Hintergründe zu erfahren und mitzudiskutieren. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung unter vhs@gelsenkirchen.de oder unter 0209/1692549 wird gebeten.