17. September 2014, 10:59 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 17. September 2014, 10:59 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Auf dem Programm des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen steht am Sonntag/Montag, 21./22. September, „Wir sind die Neuen“ als „Neuer Deutscher Film“. In der Monatsreihe „Aus dem wahren Leben“ folgt am Dienstag, 23. September, „Wüstentänzer – Afshins verbotener Traum von Freiheit“. Und am Mittwoch, 24. September, zeigt das KoKi in einer kleinen „Meryl Streep-Reihe“ den Spielfilm „Wie beim ersten Mal“.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12:45 Uhr und am Mon-/Dienstag um 18 und 20:30 Uhr und laufen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6). Die Vorstellung Mittwoch findet in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) statt und beginnt um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 5 € für eine Vorstellung bzw. 45 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Mit einem blendend aufgelegten Ensemble und scharfsinnigem Dialogwitz hat der deutsche Autorenfilmer Ralf Westhoff mit „Wir sind die Neuen“ eine turbulente, hintersinnige WG-Komödie der besonderen Art inszeniert. Ausgezeichnet beim Filmfest München 2014 mit dem „Förderpreis Neues Deutsches Kino“. — Die drei Alt-68er Eddi (Heiner Lauterbach) und Johannes (Michael Wittenborn) und Anne (Gisela Schneeberger) sind seit der Studienzeit miteinander befreundet. Weil es momentan bei allen finanziell nicht besonders rosig aussieht, reaktivieren sie kurzerhand ihre ehemalige Wohngemeinschaft. Von nun an heißt es wieder: gemeinsam bis spät nachts um den Küchentisch herumsitzen und Wein trinken, über Gott und die Welt philosophieren und dabei die Hits von früher hören. Dumm nur, dass direkt über den entspannten Oldies eine junge, pflichtbewusste Studenten-WG residiert. Und deren Bewohner finden das Verhalten der neuen Nachbarn gar nicht witzig.
Basierend auf Afshin Ghaffarians Lebensgeschichte entwarf Regisseur Richard Raymond einen mit „Wüstentänzer – Afshins verbotener Traum von Freiheit“ einen ebenso packenden wie bewegenden Film über den kulturellen Widerstand im Iran, den Mut einer jungen Generation und nicht zuletzt über die Kraft des Tanzes. — Im Iran ist öffentliches Tanzen verboten, doch diese Ausdrucksform fasziniert Afshin (Reece Ritchie) schon seit Kindheitstagen. Erst als Student gelingt es ihm, seiner Leidenschaft zu folgen: Über ein gehacktes Internet-Benutzerkonto erhält er unbegrenzten Zugriff auf YouTube-Videos, mit deren Hilfe er sich das Tanzen selbst beibringt. Zudem findet er an der Teheraner Universität couragierte Gleichgesinnte, die bereit sind, heimlich eine Tanzgruppe zu gründen. Das gemeinsame Training im Verborgenen reicht Afshin bald nicht mehr. Kurz vor der Präsidentschaftswahl, inmitten von großen politischen Spannungen zwischen radikalen Muslimen und Reformern, fasst er trotz aller Risiken den Entschluss, in der Wüste vor ausgewähltem Publikum aufzutreten.
Im Mittelpunkt der Filmkomödie „Wie beim ersten Mal“ von David Frankel steht das Ehepaar Kay (Meryl Streep) und Arnold Soames (Tommy Lee Jones). Seit 30 Jahren sind sie verheiratet. Wie viele andere Paare haben die beiden sich im Laufe ihrer Ehe so sehr aneinander gewöhnt, dass mittlerweile jeder Tag einer fast choreographiert wirkenden Routine folgt. Doch insgeheim sehnt sich Kay nach mehr. Arnold dagegen will einfach seine Ruhe. Dann nötigt Kay den störrischen Arnold zu einer Reise in das romantische Städtchen Hope Springs, um sich in die Hände des berühmten Eheberaters Dr. Bernie Feld (Steve Carell) zu begeben. Um den gewissen Funken in ihrer Ehe wieder zu entfachen, beginnt für Kay und Arnold das eigentliche Abenteuer. — Regisseur David Frankel ist erneut eine pointenreiche wie herzerwärmende Komödie gelungen, in der schon kleine Gesten eine höchst unterhaltsame Wirkung entfalten.