07. Mai 2018, 15:15 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Für die Stadt Gelsenkirchen hat heute Bildungsdezernentin Annette Berg in der Essener Philharmonie eine Kooperationsvereinbarung für die zweite Förderphase (2018–2022) der Bildungsinitiative RuhrFutur unterzeichnet. Sie bekräftigt damit den Willen der Stadt, an der Weiterentwicklung des gemeinsamen Engagements für ein durchlässiges und leistungsfähigeres Bildungssystem sowie für mehr Bildungsgerechtigkeit in der Metropole Ruhr zu arbeiten und umzusetzen.
Die Stiftung Mercator stellt für die zweite Förderphase mehr als 15 Millionen Euro bereit. „Im Ruhrgebiet hat eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen aufgrund der sozialen Lage ihrer Familien schwierigere Ausgangsbedingungen. Die Stiftung Mercator setzt sich dafür ein, Diskriminierung und strukturelle Hürden im Bildungssystem abzubauen und junge Menschen bestmöglich zu fördern. Ihr Ziel ist es, das Ruhrgebiet als einen kooperativen und vor allem leistungsfähigen Bildungs- und Wissenschaftsraum mit gleichen Chancen für alle zu etablieren. Dabei nimmt die Förderung von Ruhr Futur eine zentrale Rolle ein“, sagte Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator.
Bildungsdezernentin Annette Berg: „Wir wollen dort, wo Chancen ungleich verteilt sind, Entwicklungen ermöglichen und Perspektiven zum Aufstieg durch Bildung eröffnen. Wir brauchen bessere Startbedingungen und Zukunftsperspektiven für unsere Kinder und Jugendlichen. Mit der Bildungsinitiative RuhrFutur arbeiten wir gemeinsam daran.“ Die Stadt Gelsenkirchen ist mit einer ganzen Reihe von Projekten beteiligt, die kürzlich im Ausschuss für Bildung vorgestellt wurden. Die verschiedenen Handlungsfelder beginnen bei der frühkindlichen Bildung und führen über die Grundschule bis zu den weiterführenden Schulen.“
Seit Ende 2015 gibt es zusätzlich das Projekt „Schulen im Team“. Beteiligt sind drei Grundschulen und eine weiterführende Schule im Stadtteil Gelsenkirchen-Horst. Um die Kinder und Jugendlichen hinsichtlich ihrer Bildungschancen im Stadtteil zu stärken und Eltern in ihren Bemühungen zu unterstützen, ist das übergeordnete Ziel eine stärkere „Vernetzung“ der Schulen. Im Blick ist dabei immer, den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule für die Kinder so „entspannt“ und „effektiv“ wie möglich zu gestalten. Ebenfalls im Blick ist das bestehende Beratungsangebot für Eltern.
„Die Potentiale der Region aufzugreifen und auszubauen, die Stärken weiterzuentwickeln: Dafür setzen sich die Partner von RuhrFutur auch zukünftig gemeinsam ein“, heißt es heute in einer Presseerklärung der Bildungsinitiative RuhrFutur. Ihrem erklärten Ziel, allen jungen Menschen in der Region bestmögliche Bildung, eine Entfaltung ihrer Potenziale und eine eigenständige Lebensgestaltung zu ermöglichen, ist die Initiative seither ein Stück näher gekommen.
RuhrFutur ist eine gemeinsame Bildungsinitiative der Stiftung Mercator, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Städte Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herten und Mülheim an der Ruhr sowie der Westfälische Hochschule, der Technische Universität Dortmund, der Fachhochschule Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Ruhr West. Ziel der Initiative ist es, allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Metropole Ruhr die gleichen Chancen auf Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg entlang der gesamten Bildungsbiografie zu ermöglichen.