25. September 2014, 10:51 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Wahl in den Integrationsrat der Stadt Gelsenkirchen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.
Für uns in Gelsenkirchen galt und gilt nach wie vor: Wir gestalten die Zukunft selbstverständlich gerne gemeinsam mit den Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten nach Gelsenkirchen zugewandert sind. Das sind in der großen Mehrheit Menschen türkischer Herkunft, aber auch Menschen aus allen Nationen dieser Welt. Gelsenkirchen ist bunt, und das muss sich auch in der Politik und im Handeln der Stadt ausdrücken.
Dafür brauchen wir Ihre Hilfe und Unterstützung. Ihre Stimme soll und wird in den politischen Gremien der Stadt und in den Debatten der Stadtgesellschaft Gehör finden.
Mir ist bekannt, dass der Landesintegrationsrat NRW fordert, in einem Gesetz festzuschreiben, welche Kompetenzen dem Integrationsrat übertragen werden. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Integrationsrat als kommunales Fachgremium die politische Zuständigkeit für das Thema Integration erhalten soll –vergleichbar etwa mit den Schul-, Kultur- oder Sportausschüssen. Formal ist das noch nicht so, aber deshalb finden Sie nicht weniger Gehör.
Außerdem verstehe ich Ihre Arbeit so, und ich denke Sie auch, dass Sie nicht in allererster Linie oder gar ausschließlich Interessenvertreter der Menschen aus den jeweiligen Herkunftsländern sind. Nein, Sie wollen und sollen die Geschicke der Stadt, in der Sie leben, mitgestalten. Dabei bringen Sie mit den Erfahrungen Ihres Migrationshintergrundes eine spezifische Sicht in die Debatte ein, die wertvoll, ja unverzichtbar ist. Das ist nötig, um Probleme, von denen Menschen mit einem Migrationshintergrund stärker betroffen sind, nicht aus dem Blick zu verlieren und besser angehen zu können. Und es hilft, auch mal querzudenken, neue Gedanken und Ansätze in die Politik einzubringen.
Deshalb freue ich mich über Ihr Engagement und auch darüber, dass die Beteiligung an der Wahl des Integrationsrates gestiegen ist. Erstmals wurde der Integrationsrat zeitgleich mit den Kommunalwahlen gewählt. Zudem wurde der Kreis der Wahlberechtigten erweitert. Beides sollte verdeutlichen: Menschen mit einem Migrationshintergrund können und sollen sich einbringen.
Kein Kind zurücklassen, die Stadterneuerung weiter vorantreiben, den Strukturwandel gestalten, politische Entscheidungen transparent und verstehbar machen und viele andere politische Themen mehr beschäftigen die politischen Gremien der Stadt. Das sind auch Ihre Themen, denn auch Sie sind gewählte Mitglieder eines wichtigen politischen Gremiums unserer Stadt.
Meine Damen und Herren – Sie leisten eine wichtige Arbeit, und ich zähle auf Sie verbunden mit einem herzlichen
Glück auf!