29. September 2014, 11:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Dem Institut für Stadtgeschichte ist es gelungen, einen der wichtigsten Historiker der Bundesrepublik nach Gelsenkirchen zu holen und für einen Vortrag zur Wirtschaftsgeschichte des Ersten Weltkrieges zu gewinnen. Prof. Dr. Werner Plumpe lehrt seit 1999 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Neuzeit, die Unternehmens- und Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, die Geschichte der Industriellen Beziehungen sowie die Geschichte des ökonomischen Denkens und der ökonomischen Theorien.
2008 bis 2012 leitete Prof. Dr. Plumpe als Vorsitzender den Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands.
Im Rahmen der Vortragsreihe des Instituts für Stadtgeschichte zur Geschichte des Ersten Weltkrieges wird Prof. Dr. Werner Plumpe über die gerade für das Ruhrgebiet und Gelsenkirchen besonders wichtige Kriegswirtschaft im Ersten Weltkrieg referieren. Die schon bald nach Beginn des Ersten Weltkrieges einsetzenden ökonomischen Schwierigkeiten des Deutschen Reiches und die unterschätzten Herausforderungen des Weltkrieges veranlassten die staatlichen Behörden, die Organisation der Kriegswirtschaft stärker selbst zu steuern. Die Region an Ruhr und Emscher erlangte dabei größte Bedeutung als "Waffenschmiede" des Reiches. Ein System von Kriegsämtern, Staats- und Gemeindebehörden, staatlich beauftragten und beaufsichtigten Kriegsgesellschaften und anderen Instanzen steuerte Bevorratung, Bewirtschaftung und Organisation der Produktion. Innerhalb der regulierten Kriegswirtschaft bekamen auch Arbeitnehmer und Gewerkschaften größeren Einfluss.
Unter dem Titel "Waffenschmiede für den Großen Krieg - Kriegswirtschaft im Ruhrgebiet" wird Prof. Dr. Werner Plumpe am 2. Oktober 2014 um 19 Uhr im Wissenschaftspark (Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen) in Konferenzraum 8 seinen Vortrag halten und für Diskussionen zu Verfügung stehen.