22. November 2017, 11:06 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 22. November 2017, 11:06 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Bereits am Vortag des internationalen Gedenktages wird die Fahne „Nein zu Gewalt an Frauen“ vor dem Hans-Sachs-Haus wehen.
Bürgermeisterin Martina Rudowitz, die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Susanne Fischer sowie die Leiterin der Frauenberatungsstelle, Barbara Korsmeier werden die Fahne am
Freitag, 24.November 2017, um 13 Uhr,
vor dem Hans–Sachs-Haus (Haupteingang)
Ebertstraße 11, 45879 Gelsenkirchen
hissen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.
Der gemeinnützige Verein TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. ruft alljährlich zu dieser deutschlandweiten Fahnenaktion auf. Seit nunmehr 17 Jahren nimmt die Stadt Gelsenkirchen den Gedenktag zum Anlass, ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen.
Gewalt an Frauen ist international und hat viele Gesichter: Verbale Erniedrigung, körperliche Übergriffe, Grabschen, Verachtung, Missbrauch, Zwangsverheiratung, weibliche Genitalverstümmelung, Vergewaltigung, Zwangsprostitution, Verweigerung medizinischer Behandlung u.a.m. beschreiben das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen auch im Jahr 2017.
„Mädchen schützen! Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden“ lautet in diesem Jahr die durch ein breites Bündnis gestützte Kampagne, um damit auf die Forderungen nach Prävention und Hilfe für Betroffene von weiblicher Genitalverstümmelung hinzuweisen.
Weibliche Genitalverstümmelung wird als schwere Menschenrechtsverletzung verurteilt. Sie stellt damit einen Verstoß gegen das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit dar. Zudem verstößt sie gegen die Kinderrechte gemäß der Kinderrechtskonvention und gilt somit als Kindesmisshandlung. In Deutschland sind mehr als 58.000 Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen und schätzungsweise mindestens 13.000 Mädchen gefährdet; weltweit sind es mehr als 200 Millionen Frauen.
Auch in Gelsenkirchen zeigen wir Flagge für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen. Einige Beispiele des lokalen Engagements gegen Gewalt sind der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“, das „Netzwerk Zwangsehe“, die Berufsgruppe gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen „Blickwinkel“, der Präventionsrat und das Angebot der „Anonymisierten Spurensicherung nach Sexualstraftat". Im Frauenhaus und bei der Frauenberatungsstelle stehen konkrete Hilfs- und Beratungsangebote zur Verfügung.