20. November 2017, 11:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Nachdem dem erfolgreichen Fachtag 2015 mit Dr. Hipp bietet die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft in Gelsenkirchen am 29. November 2017 im Wissenschaftspark, Munscheidstraße 14, Gelsenkirchen erneut von 9 bis 16 Uhr einen Fachtag an.
Das Ziel der Veranstaltung, unter dem Motto „Hilfen und Helfer besser vernetzen“, ist, mit den relevanten Akteuren anhand von ausgewählten Fragestellungen konkrete Bedarfe zu diskutieren. In den anschließenden Workshops werden Zukunftsthemen und Schritte zur Umsetzung erarbeitet, die dann in den zuständigen Gremien nachhaltig weiter verfolgt werden.
Der Fachtag wird von einem professionellen Team, Netzwerkkoordination Frühe Hilfe Bonn (www.fruehehilfen-bonn.de), moderiert.
Zielgruppen der Veranstaltung sind Mitarbeiter und die Mittlere Leistungsebene der Jugend-und Gesundheitshilfe, u.a. die wichtigen psychosozialen Träger der Wohlfahrtsverbände, Jugend- und Gesundheitsamt, Kliniken, Psychiater, Tageseinrichtungen und Schulen, Kirchengemeinden usw..
Hintergrund:
Wenn Eltern psychische Gesundheitsprobleme entwickeln oder gar erkranken, ist diese Situation sowohl für die erwachsenen Familienmitglieder als auch für die Kinder mit vielfältigen Sorgen, Ängsten und Problemen verbunden.
Psychosoziale Belastungsfaktoren wie z. B. familiäre Konflikte, soziale Isolation sowie unzureichende Aufklärung, Zuwendung und Unterstützung verstärken das Erkrankungsrisiko der beteiligten Kinder, welches gegenüber der Normalbevölkerung um 12 bis 15 mal höher liegt.
Hilfen zur Unterstützung einer positiven Eltern-Kind-Beziehung und der häuslichen Situation, zur Aufklärung über Umgangs- und Behandlungsoptionen für alle Beteiligten sowie präventiv orientierte und kompetenzfördernde Angebote für die Kinder können den Risiken entgegenwirken.
Effektive Hilfe kann für die betroffenen Familien nur in einem abgestimmten Miteinander (Gesamthilfeplanung) von Sozialpsychiatrie mit der Kinder- und Jugendhilfe und weiteren beteiligten Akteuren an den relevanten Schnittstellen gelingen. Dazu sind in den letzten Jahren in umliegenden Städten und Regionen in NRW verschiedenste Aktivitäten, Verfahrensweisen und Projekte entstanden.
Seit einigen Jahren bestehen innerhalb der Jugendhilfe abgestimmte standardisierte Verfahren bei Kindeswohlgefährdung. Aber erst in neuerer Zeit gibt es auch präventiv orientierte Ansätze und Aktivitäten der Vernetzung, in Strukturen und Einrichtungen der Jugend- und Gesundheitshilfe, die aber ausgebaut und zur Nachhaltigkeit verbindlicher miteinander vernetzt werden müssen.
Dr. Hipp, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes aus dem Kreis Mettmann referierte darüber im Frühjahr 2015 unter dem Motto „Starke Kinder“ im Wissenschaftspark Gelsenkirchen bei einem Fachtag der PSAG Gelsenkirchen und legte damit wichtige fachliche Grundlagen.
Der AK Kinder/Jugendliche/Familien der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft in Gelsenkirchen und der AK Gestärkt durch´s Leben der Gesundheitskonferenz beschäftigen sich seit geraumer Zeit auf unterschiedlichen Ebenen mit relevanten Kooperationsstandards.
Für die Entwicklung eines wirklich abgestimmten, integrierten, vernetzten Hilfesystems von Kinder- und Jugendhilfe mit Sozialpsychiatrie braucht es die systematische Einbindung von Hilfen in eine verbindliche Struktur von Vereinbarungen und Absprachen zwischen den kooperierenden Diensten.
Dies können einzelne Initiativen oder Akteure aus der Praxis alleine nicht erreichen. Hier braucht es zum einen die Anstrengungen aller beteiligten Akteure gemeinsam, vorhandene Netzwerkansätze zusammenzuführen. Zum anderen braucht es Fürsprecher in der Sache, insbesondere an den relevanten erziehungs- und gesundheitspolitischen Schlüsselpositionen.
Veranstalter:
Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Gelsenkirchen ist ein trägerübergreifender und parteiunabhängiger Zusammenschluss von Professionellen und interessierten Bürgern mit dem Ziel, die Psychosoziale Versorgung in Gelsenkirchen weiterzuentwickeln.
Infos unter www.psag-ge.de / Kontakt: Brigitte Schönheit, brigitte.schoenheit@web.de
Kooperationspartner:
Der Präventionsrat Gelsenkirchen ist ein Zusammenschluss von Polizei und Stadt Gelsenkirchen für Opferschutz und Prävention.
Infos unter www.praege.de
Das Referat „Erziehung und Bildung“ (insbesondere Jugendamt und VHS), Stadt Gelsenkirchen
Das Referat „Gesundheit“, Stadt Gelsenkirchen
St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH (Insbesondere Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth sowie Elisabethkrankenhaus)
Infos unter www.st-augustinus.eu