22. Oktober 2014, 12:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Monsieur Claude und seine Töchter“ setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 26./27. Oktober, seine Monatsreihe „Culture Clash“ fort. Am Dienstag, 28. Oktober, steht „Night Moves“ als Autorenfilm auf dem Programm.
Die Vorstellungen finden im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) statt und beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr sowie am Mon-/Dienstag um 18 und 20.30 Uhr.
Darüber hinaus zeigt das KoKi am Mittwoch, 29. Oktober, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) auf vielfachen Wunsch den deutschen Spielfilm „Almanya – Willkommen in Deutschland“.
„Chapeau und Hut ab! Philippe de Chauveron hat aus der Story um eine gutbürgerliche französische Familie und ihre auserlesene Schar internationaler Schwiegersöhne eine Völkerverständigungskomödie gemacht, die so leicht und locker ist wie ein Soufflé und trotzdem scharf und bissig wie eine Chilischote. (...) Ein provokant-witziger (Film) über die Globalisierung des eigenen Wohnzimmers.“ (Programmkino.de) — Claude (Christian Clavier) und Marie (Chantal Lauby) sind ein konservatives, gut situiertes Ehepaar mit einer prächtigen Villa an der Loire und vier bildhübschen Töchtern. Alles könnte perfekt sein, wenn sich nur die Töchter bei der Auswahl ihrer Ehemänner an den elterlichen Grundsätzen orientieren würden. Claude und Marie fordern unmissverständlich einen katholischen Franzosen als Schwiegersohn. Das sehen die Töchter allerdings ganz anders, und so heiraten drei von ihnen nacheinander einen Muslim, einen Juden und einen Chinesen. Jede Trauung bringt das Weltbild der Eltern erneut ins Wanken. Die Hoffnungen ruhen nun auf der jüngsten Tochter, die tatsächlich ankündigt, einen Katholiken heiraten zu wollen. Claude und Marie reagieren erleichtert, müssen aber beim ersten Treffen entsetzt feststellen, dass der Auserwählte ein Farbiger von der Elfenbeinküste ist.
Geschickt verbindet die gefeierte US-Independent-Regisseurin Kelly Reichardt in „Night Moves“ Motive des Genrekinos und des psychologischen Dramas zu einer zu einer präzise beobachteten, atmosphärisch dichten und packenden Charakterstudie, die eine hochinteressante Reflexion über Idealismus und Aktionismus bietet. — Der Bundesstaat Oregon im Nordwesten der USA. Josh (Jesse Eisenberg), Dena (Dakato Fanning) und Harmon (Peter Saarsgard) sind drei Umweltaktivisten, die sich nicht mehr mit Forderungen nach kleinen Veränderungen zufrieden geben. Sie wollen ein großes Zeichen setzen und planen die Sprengung eines unter ökologischen Gesichtspunkten äußerst fragwürdigen Staudamms, in dessen Nähe keine Siedlungen existieren. Diese radikale Aktion soll ihr Umfeld endlich wachrütteln. Nach akribischer Vorbereitung führen sie den Anschlag tatsächlich durch – und werden kurz darauf mit den fatalen Folgen konfrontiert.
Die Komödie „Almanya – Willkommen in Deutschland“ von Yasemin Şamdereli beleuchtet das Leben eine türkischen Familie in Deutschland. Hüseyin (Vedat Erincin) lebt schon fast ein halbes Jahrhundert in Deutschland. Doch selbst seine Enkelkinder haben Probleme mit ihrer nationalen Identität - und nicht nur damit. Die 25-jährige Canan (Aylin Tezel) weiß nicht, wie sie ihrer Familie erklären kann, dass sie von einem Briten schwanger ist. Und der 6-jährige Cenk (Rafael Koussouris) muss an seinem ersten Schultag erleben, dass er weder in die deutsche noch in die türkische Fußballmannschaft gewählt wird. Alles wird noch komplizierter, als Hüseyin entscheidet, mit seiner ganzen Sippe in die türkische Heimat umzuziehen.
Der Eintritt kostet normal 5 € für eine Vorstellung bzw. 45 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.