27. Oktober 2014, 10:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der Große Krieg 1914-1918“ des Instituts für Stadtgeschichte spricht am kommenden Donnerstag, 30. Oktober 2014, um 19 Uhr Professor Dr. Markus Koller über das Osmanische Reich und den Ersten Weltkrieg. Die Veranstaltung findet im Plenarsaal des Wissenschaftsparks, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen statt.
In seinem Vortrag „Vom Imperium zum Nationalstaat: Das Osmanische Reich und der Erste Weltkrieg (1911-1923)“ wird Dr. Markus Koller den „Großen Krieg“ aus der Perspektive des Osmanischen Reiches betrachten und aufzeigen, dass die Kriegsjahre zwischen 1914 und 1918 nur einen Ausschnitt aus einer Reihe militärischer Auseinandersetzungen abbilden, die sich von der Besetzung Libyens (1911) über die Balkankriege (1912/13) und bis schließlich zum „Befreiungskrieg“ (1919-1923) erstreckten. Der Vortrag beleuchtet nicht nur die verschiedenen Konfliktfelder, sondern stellt auch die politischen Entwicklungen innerhalb des Osmanischen Reiches dar, das sich während des „Osmanischen Ersten Weltkriegs“ endgültig vom Imperium zum Nationalstaat Türkei gewandelt hatte.
Prof. Dr. Markus Koller erforscht die osmanische Geschichte Südosteuropas aus kulturwissenschaftlicher sowie sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Perspektive und richtet den Blick auf historische Transformationsprozesse. Seit 2011 ist Prof. Dr. Markus Koller Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte des Osmanischen Reiches und der Türkei (ORT) an der Ruhr-Universität Bochum.