29. Oktober 2014, 11:25 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen widmet seinen Schwerpunkt im November dem Thema „Familie“. Die vier Beiträge präsentieren sich ausgesprochen emotional, aber zuweilen auch höchst amüsant, wenn sie klug und facettenreich familiäre Strukturen untersuchen. Fokussiert auf zwischenmenschliche Beziehungen, beobachten die Filme realistisch gezeichnete, von starken Darstellerinnen und Darstellern verkörperte Charaktere aus verschiedenen Generationen und führen sensibel deren Seelenzustände vor Augen. So entstehen aussagekräftige Familienbilder, die ebenso packend wie unaufdringlich vom wahren Leben erzählen. Gezeigt werden die Filme „Maps to the Stars“ am Dienstag, dem 4. November, „Like Father, Like Son“ (11.11.), „Wish I Was Here“ (16./17.11.) und „Ein Sommer in der Provence“ (23./24.11.).
Zunächst startet das KoKi mit dem Autorenfilm „Can a Song Save Your Life?“ am Sonntag/Montag, 2./3. November, in den neuen Monat. Es folgen „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“ (9./10.11.) als weiterer Autorenfilm, „Lügen und andere Wahrheiten“ (18.11.) als „Neuer Deutscher Film“ sowie „A Most Wanted Man“ (25.11.) in der Reihe „Literatur im Film“.
Diese Filme laufen sonntags um 12.45 Uhr sowie dienstags und freitags um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6):
In der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) präsentiert das KoKi jeweils mittwochs um 19.30 Uhr „Monsieur Claude und seine Töchter“ am 5. und 26. November sowie „Philomena“ (12.11.) und „Die Bücherdiebin“ (19.11.)
Die neue Regiearbeit „Can a Song Save Your Live?“ (Sonntag und Montag in der Schauburg) von John Carney, dem ehemaligen Bassisten der irischen Band „The Frames“, steht in der Tradition seines grandiosen Kinodebüts „Once“ (2006), denn auch hier spielen Songs als Ausdruck unterschiedlicher Gefühlslagen eine wichtige Rolle. Anhand einer tragikomischen, erfrischend unkonventionellen Selbstfindungsgeschichte feiert der Film die Freundschaft, die Kreativität und das Wahrhaftige in der Musik. Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Toronto (2013), Seattle und Sydney (beide 2014). — Der ausgebrannte New Yorker Musikmanager Dan (Mark Ruffalo) erlebt zufällig in einer Bar den beeindruckenden Auftritt der schüchternen britischen Hobby-Singer-Songwriterin Gretta (Keira Knightley). Er glaubt fest daran, endlich das Talent gefunden zu haben, das ihn wieder zurück zum Erfolg führt. Gretta ist allerdings zunächst skeptisch. Und eigentlich will sie New York so schnell wie möglich den Rücken kehren, weil ihr Musiker-Freund sie vor Kurzem mit einer Produzentin betrogen hat. Doch Dans außergewöhnlicher Plan, Songs nicht im Studio, sondern an zahlreichen öffentlichen Orten der Metropole aufzunehmen, fasziniert sie. Gretta beschließt, mit Dan auf eine musikalische Reise zu gehen, die den Soundtrack ihres Lebens neu schreiben könnte.
David Cronenbergs Familiengeschichte „Maps to the Stars“ erforscht im Rahmen einer intelligenten Mischung aus Psychodrama, Thriller und Satire die dunklen Abgründe, die sich hinter dem schönen Schein verbergen. Ausgezeichnet u. a. beim internationalen Filmfestival in Cannes 2014 mit dem Preis für die „Beste Darstellerin“ (Julianne Moore). — Die Familie Weiss lebt in Hollywood, Los Angeles. Vater Stafford (John Cusack) ist ein gefragter Psychoanalytiker und Motivationstrainer, der durch Selbsthilfeanleitungen reich geworden ist und momentan die gealterte, schwer neuerotische Film-Diva Havana (Julianne Moore) therapiert. Derweil verwaltet Mutter Christina (Olivia Williams) die Karriere von Sohn Benjie (Evan Bird), einem 13-jährigen Kinderstar mit reichlich Drogen- und Ego-Problemen. Und da ist noch die ältere Tochter Agatha (Mia Wasikowska), die einst den heimischen Bungalow abgefackelt hat und daraufhin in eine weit entfernte psychiatrische Klinik abgeschoben wurde. Jetzt kehrt sie zurück und nistet sich bei Havana als deren persönliche Assistentin ein – sehr zum Missfallen ihres Vaters, denn schließlich gilt es, ein düsteres Geheimnis zu bewahren.
In der Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ von Philippe de Chauveron hat das konservativ katholische Ehepaar Claude und Marie Verneuil (Christian Clavier, Chantal Lauby) vier attraktive Töchter und hoff auf „attraktive, französische und männliche“ Schwiegersöhne. Doch die ersten drei Töchter heiraten einen Chinesen, einen Muslim und einen Juden, was den Familienfrieden erheblich stört. So liegt die ganze Hoffnung der Eltern auf ihrer Jüngsten, Laure (Elodie Fontan). Sie ist mit einem französischen Katholiken liiert, der dann aber ausgerechnet ein Schwarzer ist. Bei den Hochzeitsvorbereitungen lassen die Eltern nichts unversucht, die Verbindung zu verhindern.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.