05. November 2014, 11:03 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Autorenfilm“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 9. November, um 12.45 Uhr und am Montag, 10. November, um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) das Drama „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“. In der Monatsreihe „Familie“ folgt am Dienstag, 11. November, am gleichen Ort zur gleichen Zeit der japanische Spielfilm „Like Father, Like Son“. In der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) präsentiert das KoKi am Mittwoch, 12. November, um 19:30 Uhr das Drama „Philomena“.
Der Eintritt koste 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Mit einem brillant agierenden Hauptdarsteller (Eddie Marsan) hat Regisseur Uberto Pasolini mit „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“ ein tief berührendes, leises und hintersinniges Drama inszeniert, durch das eine sanfte Prise skurrilen Humors weht. „Ein wunderbar zarter Film (...) über die Traurigkeit des Todes und die Schönheit des Lebens.“ (aus der Jurybegründung zur Vergabe des FBW-Prädikats „besonders wertvoll“). Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Venedig, Hampton und São Paulo (alle 2013). — Der Einzelgänger John May (Eddie Marsan) arbeitet bei der Londoner Stadtverwaltung als „Funeral Officer“ und kümmert sich um die Beisetzung einsam verstorbener Menschen. Diese Tätigkeit, der er seit Jahren akribisch nachgeht, ist sein Lebensinhalt geworden. Immer wieder versucht er, doch noch Hinterbliebene aufzuspüren, und wenn sich trotz intensiver Bemühungen niemand findet, organisiert er eine würdevolle Trauerfeier, die dann nur er selbst besucht. Bedauerlicherweise erfährt Mr. Mays Sorgfalt und Hingabe kaum eine Wertschätzung. Jetzt will man sogar seine Stelle aus Kostengründen streichen. Bis zur Kündigung bleibt ihm ein letzter Fall, der Tod eines Mannes aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Je weiter Mr. May in die Vergangenheit des Verstorbenen eintaucht, desto mehr beginnt er zu begreifen, dass das Leben auch für ihn echte Überraschungen bereithält.
Das ausgesprochen feinfühlige Drama „Like Father, Like Son“ des vielfach prämierten japanischen Regisseurs Hirokazu Koreeda beleuchtet präzise die verschiedenen sozialen Milieus von zwei Familien und spürt dabei behutsam der Frage nach, auf welchem Fundament die Beziehung zwischen Eltern und Kindern steht. Ausgezeichnet u. a. beim internationalen Filmfestival in Cannes mit dem „Preis der Jury“ und beim internationalen Filmfestival in Vancouver mit dem Publikumspreis (beide 2013). — Der erfolgreiche Architekt Ryota und seine Frau Madori sind schockiert, als sie erfahren müssen, dass ihr inzwischen 6-jähriger Sohn bei der Geburt vertauscht wurde. Sie stehen ebenso vor einer fundamentalen Entscheidung wie das andere betroffene Ehepaar, das mit Ryota und Madori kaum etwas gemeinsam hat. Sollen sie die Kinder tatsächlich zurücktauschen? Oder behalten sie den Jungen, der ihnen ans Herz gewachsen ist?
Regisseur Stephen Frears erzählt in „Philomena“ von einer Frau(Sophie Kennedy Clark), die in den 50er-Jahren ein Kind zur Welt bringt und als billige Arbeitskraft in einem irischen Kloster abgeschoben wird. Ihr Kind Anthony wird von den Nonnen zur Adoption gegeben. 50 Jahre später will Philomena (Judi Dench) Gewissheit über ihren Sohn bekommen. Nach einigem Zögern begibt sich der zynische Journalist Martin Sixsmith (Steve Coogan) mit ihr auf die Suche. Die Spur führt in die USA.