18. November 2014, 11:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Zur aktuellen Berichterstattung in den Medien über eine ungenügende informationstechnologische Ausstattung von Schulen in Nordrhein-Westfalen nimmt Stadtrat Dr. Manfred Beck - zuständiger Vorstand für den Bereich Bildung bei der Stadt Gelsenkirchen - wie folgt Stellung:
„Ein maßgeblicher Schwerpunkt der Arbeit in Gelsenkirchen ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft eine optimale Bildung ermöglichen. Unverzichtbarer Bestandteil ist es hierbei, den Schulen einen zeitgemäßen und den informationstechnologischen Anforderungen entsprechenden Unterricht zu ermöglichen.“
Im Stadtgebiet Gelsenkirchen gibt es zurzeit 82 Schulen an 95 Standorten. Alle Schulen verfügen über einen Internetzugang und sind inhouse für den Betrieb der eingesetzten Geräte (PC, Laptops, interaktive Whiteboards, Drucker etc.) vernetzt. Rund 80 Prozent aller Standorte verfügen zusätzlich zur klassischen Verkabelung über WLAN.
Aufgrund der stärker gewordenen Erfordernis, im Unterricht auf Inhalte aus dem Internet zugreifen zu können, sind bereits jetzt alle weiterführenden Schulen über Glasfaserkabel an das Netzwerk der Stadt Gelsenkirchen und das Internet angeschlossen. Zurzeit werden auch alle Grundschulen über Glasfaser angebunden, so dass ab April 2015 alle Gelsenkirchener Schulen über eine leistungsstarke und schnelle Internetverbindung verfügen. Dr. Beck: „Damit dürfte Gelsenkirchen zur Spitzengruppe der deutschen Großstädte gehören.“
Die Ausstattung der Schulen und die Weiterentwicklung erfolgt in Absprache zwischen der jeweiligen Schule und dem in der Verwaltung bereits 2008 eingerichteten Fachteam „IT“. Gemeinsam ist bereits 2010 ein Konzept zum Einsatz von mobil und somit raumunabhängig nutzbaren Endgeräten entwickelt worden.
Darüber hinaus ist bereits im Jahr 2010 eine einheitliche Benutzeroberfläche für die Benutzung der PC-Systeme in Schulen eingeführt worden, durch die die Nutzung der Ausstattung durch alle Lehrer und in allen Fächern möglich ist.
Aktuell werden alle eingesetzten Geräte auf das Betriebssystem Windows 7 umgestellt; die Umstellung wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 an allen Schulen abgeschlossen sein. Für Geräte, bei denen die Umstellung nicht möglich ist, werden in diesem Zug neue Geräte beschafft.
Zurzeit stehen für die rund 40.000 SchülerInnen und LehrerInnen an Gelsenkirchener Schulen über 9.200 PCs, Laptops und Netbooks zur Verfügung.
Außerdem sind an Gelsenkirchener Schulen inzwischen über 230 interaktive Whiteboards in den Schulunterricht integriert.
Hierzu Dr. Beck weiter: „Interaktiver Unterricht ist ein elementarer Bestandteil der modernen Ausstattung unserer Schulen. Immer mehr Schulen fordern interaktive Ausstattung für modernen Unterricht an. Aus diesem Grund sind im Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 2015 Mittel in Höhe von 150.500 Euro für die Beschaffung und die Installation von weiteren interaktiven Whiteboards eingeplant.“
Damit die Schulen sich ausschließlich auf Unterricht und die Nutzung der Technik konzentrieren können, gibt es in Gelsenkirchen eine Vereinbarung mit dem städtischen IT-Dienstleister GKD-EL zum Support der gesamten Technik-Ausstattung.
Einen besonderen Service für die Schülerinnen und Schüler und auch Lehrkräfte gibt es inzwischen an 10 weiterführenden Schulen (weitere 8 befinden sich derzeit in der Realisierung): In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Internetdienstleister Gelsennet sind an diesen Schulen sog. Hotspots installiert worden, über die die Möglichkeit besteht, mit privaten Endgeräten das Internet zu nutzen.