26. November 2014, 11:20 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Komödie „Plötzlich Gigolo“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 30. November, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 1. Dezember, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) als „Autorenfilm“. Am Dienstag, 2. Dezember, um 17:15 und 20 Uhr startet am gleichen Ort die Monatsreihe „Auf Leben und Tod“ mit „Gone Girl – Das perfekte Opfer“. Am Mittwoch, 3. Dezember, um 19:30 Uhr zeigt das KoKi in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) „Mr. Morgan’s Last Love“.
Der Eintritt kostet normal 5 € für eine Vorstellung bzw. 45 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Die fünfte Regiearbeit „Plötzlich Gigolo“ des Schauspielers John Turturro ist eine ganz persönliche Hommage an Woody Allen, der hier zusammen mit Turturro vor der Kamera agiert. Pointierte Dialoge und köstliche Situationskomik sorgen für „ein leichtes, doch niemals seichtes Kinovergnügen, das nicht nur das Herz von Woody-Allen-Fans erfreuen wird.“ (aus der Jurybegründung zur Vergabe des FBWPrädikats „besonders wertvoll“) Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Toronto und Rio de Janeiro (beide 2013). — Der finanziell schwer angeschlagene Buchladenbesitzer Murray (Woody Allen) ist notgedrungen auf der Suche nach einer neuen Einnahmequelle. Als ihm die Hautärztin Dr. Parker (Sharon Stone) unverblümt fragt, ob er nicht einen talentierten Mann für einen „flotten Dreier“ kennen würde, vermittelt er kurzerhand seinen einsamen, ebenfalls klammen Freund Fioravante (John Turturro) – natürlich gegen eine Gebühr. Nur kurze Zeit später betreiben die beiden einen Liebesservice: Murray alias „Dan Bongo“ akquiriert die Kundschaft und Fioravante alias „Virgil Howard“ versteht sich blendend darin, die Sehnsüchte der unterschiedlichsten Frauentypen zu erfüllen. Die gute Mundpropaganda der Beglückten führt zu immer mehr Anfragen – bis die Liebe das florierende Geschäft zu vermasseln droht.
US-Ausnahmeregisseur David Fincher gelingt mit der Leinwandadaption „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynns populärem Roman eine raffinierte Mischung aus packendem Thriller, bitterbösem Beziehungsdrama und bissiger Mediensatire. Die konstant hohe Spannung bezieht der Film durch immer wieder völlig überraschende Storywendungen und die undurchsichtigen Hauptcharaktere. Offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in New York, Zürich und Rio de Janeiro (alle 2014). — Eine beschauliche Kleinstadt im US-Bundesstaat Missouri. Die beliebte Kinderbuchautorin Amy (Rosamund Pike) und der ehemalige Journalist Nick (Ben Affleck) scheinen ausgesprochen glücklich verheiratet zu sein. Am fünften Hochzeitstag ist Amy plötzlich verschwunden. Die Spuren deuten auf ein Verbrechen hin. Es beginnt eine fieberhafte Suche nach der Vermissten, an der sich neben der Polizei auch zahlreiche Freiwillige beteiligen. Unter dem Druck der ermittelnden Beamten und des wachsenden Medienspektakels bröckelt Nicks Darstellung einer perfekten Ehe. Zudem belasten ihn zunehmend Indizien, sodass er bald verdächtigt wird, seine Ehefrau ermordet zu haben.
Der Film „Mr. Morgan’s Last Love“ von Sandra Nettelbeck basiert auf dem französischen Roman „Die letzte Liebe des Monsieur Armand” („La douceur assassine“) von Françoise Dorner. Beginnend mit dem Tag, an dem Pauline (Clémence Poésy) ihm im Bus ihre Hilfe anbietet, stolpert der sture, vom Leben erschöpfte Matthew Morgan (Michael Caine) zurück ins Glück. Die entwaffnende Lebensfreude und der unerschütterliche Optimismus der jungen Frau erobern sein altes Herz und der stille Professor wird unverhofft zu einem Schüler des Lebens. Auf ihren alltäglichen Abenteuern mit Spaziergängen durch Paris, Mittagessen im Park und Reisen aufs Land entdeckt das ungewöhnliche Paar zahlreiche Schätze: Freundschaft, Gemeinschaft, Romantik - und die Bedeutung von Familie. Pauline sucht bei Matthew die familiäre Geborgenheit, die sie so früh verlieren musste, während sich Matthew dank Pauline zum ersten Mal seit langem wieder seinem Sohn Miles (Justin Kirk) annähert. Was als Versuch von Miles und seiner Schwester Karen (Gillian Anderson) beginnt, Matthew nach Hause in die Vereinigten Staaten zu holen, führt zu Entwicklungen in Miles’ eigenem Leben, mit denen er nie gerechnet hätte. Gerade rechtzeitig lernen Vater und Sohn, sich wieder gegenseitig zu respektieren, die Vergangenheit ruhen zu lassen und der Zukunft entgegen zu sehen - und finden beide, jeder auf seine eigene Weise, wieder Liebe und Hoffnung.