03. Dezember 2014, 14:48 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In der Monatsreihe „Auf Leben und Tod“ des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen läuft am Sonntag, 7. Dezember um 12.45 Uhr sowie Montag, 8. Dezember, um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) „Am Sonntag bis du tot“. Als „Filmwunsch“ steht am Dienstag, 9. Dezember um 18 und 20.30 Uhr am gleichen Ort „Phoenix“ auf dem Programm. In der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) präsentiert das KoKi am Mittwoch, 10. Dezember, um 19.30 Uhr „Die Karte meiner Träume“.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Nach der schwarzen Komödie „The Guard“ schlägt die zweite Zusammenarbeit von Regisseur John Michael McDonagh und Hauptdarsteller Brendan Gleeson deutlich düstere Töne an. Das skurrile Figurenarsenal sorgt zwar auch hier für schwarzhumorige Momente, aber im Kern bleibt der intelligente Film ein ruhig inszeniertes, metaphorisches Drama über Schuld, Sühne und Vergebung. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in Sundance, Dublin und Sydney sowie zur Berlinale (Reihe: „Panorama“; alle 2014). — James Lavelle (Brendan Gleeson) ist ein gutherziger katholischer Priester in einem Provinznest an der irischen Küste. Bei der sonntäglichen Beichte muss er erfahren, dass einer der Dorfbewohner als Kind jahrelang sexuell missbraucht wurde – von einem mittlerweile verstorbenen Geistlichen. Nun will der Mann ein Zeichen setzen und den Gemeindepfarrer umbringen, weil der Tod eines unschuldigen Kirchenvertreters für große Aufmerksamkeit sorgen würde. Der potenzielle Mörder gewährt Pater Lavelle eine siebentätige Frist, damit ihm Zeit bleibt, seine Angelegenheiten zu regeln.
Der renommierte deutsche Regisseur Christian Petzold verbindet geschickt Elemente des Melodrams und des Film Noirs zu einem klugen, vielschichtigen Drama, das zwischen dunkler Vergangenheit und ungewisser Gegenwart dem Spannungsverhältnis von äußerem und inneren Ich, von Fremdbestimmtheit und Selbstbehauptung nachspürt. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in San Sebastián 2014 mit dem Preis der internationalen Filmkritik sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Deutschland im Sommer 1945. Die Jüdin Nelly (Nina Hoss) hat das Konzentrationslager Auschwitz schwer gezeichnet überlebt. Nach einer Gesichtsoperation begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Ehemann Johnny (Ronald Zehrfeld), der sie für tot hält. Obwohl er vermutlich Nelly einst an die Nazis verraten hat, will sie ihn unbedingt wiedersehen. Als sie Johnny schließlich aufspüren kann, hält er sie für eine Person, die seiner Frau zufällig ähnlich sieht. Aus selbstsüchtigen Motiven schlägt er ihr vor, in die Rolle der „Verstorbenen“ zu schlüpfen. Nelly lässt sich darauf ein und verkörpert fortan die eigene Doppelgängerin.
„Die Karte meiner Träume“ von Jean-Pierre Jeunet handelt von dem elfjährigen T. S. Spivet (Kyle Catlett). Er ist nicht nur hochbegabt, wissenschaftlich interessiert, erfinderisch, sondern auch ein erstklassiger Zeichner (vor allem von Karten). Seine Mutter (Helena Bonham Carter) – eine Biologin und Insektenforscherin – fördert ihn, wo sie kann. Sein Vater (Callum Keith Rennie), ein klassischer Rancher, kann dagegen mit seinem Sohn nichts anfangen. Alle leben irgendwo auf einer Farm in den Bergen Montanas. Eines Tages gewinnt T. S. den renommierten Baird Award des berühmten Smithsonian Instituts, wo keiner ahnt, dass T. S. ein kleiner Junge ist. Doch T. S. lässt sich nicht beirren und versucht, mit dem nächst-besten Güterzug als blinder Passagier nach Washington D. C. zu kommen