05. Mai 2017, 10:35 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Zur Vorbesichtigung der nächsten Ausstellung „WestFarbe – paint vs. colour“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen sind die Vertreter der Medien zu einer Vorbesichtigung eingeladen. Termin ist
Donnerstag, 11. Mai 2017, 11 Uhr,
Kunstmuseum Gelsenkirchen,
Horster Straße 5-7, 45897 Gelsenkirchen.
Der Titel „WestFarbe“ bezieht sich auf augenzwinkernde Weise auf die Ausstellung Westkunst, die 1981 in Köln für Furore sorgte. Damals ging es um eine Art Bestandsaufnahme der Kunst im Westen.
Zwar ist dies keine Neuauflage der Farbmalerei-Übersicht, aber dennoch soll ausschnitthaft ein behutsamer Einblick in dieses umschriebene Feld der Malerei gewagt werden. Mit dem Terminus „West“ wird auch angespielt auf die Trennung von Materialität und Erscheinung im Westen gegenüber dem asiatischen Zugang.
Ansätze der „radikalen“ Malerei wurden viel beachtet, brachten eine Beschäftigung mit der Malerei in Gang, die oft als theoretisch oder zu stark theorieorientiert missverstanden wurden. Der sinnliche Aspekt in der Begegnung mit der Malerei, dem gemalten Werk, war stets wichtig und ist es noch.
Die Ausstellung will versuchen einer Strömung nachzuspüren, die in den 70er Jahren des vergangen Jahrhunderts ihren Ausgang nahm, aber nach wie vor eine Fortentwicklung zeitigt.
Dabei werden Positionen gezeigt, die bereits in den 1970ern und 1980ern präsent waren (Marioni, Hafif u.a.), aber auch relativ junge Künstlerpositionen (Piasta, Tallman). Es sind Künstler aus mehreren Nationen vertreten, denn diese Entwicklung war keine, die sich auf Deutschland und die USA beschränkte. Gerade in der aktuellen Kunstentwicklung gibt es viele Künstler auch in anderen westlich orientierten Ländern, die diese in den 80ern entstandenen Ansätze weiterverfolgen und weiterentwickeln.
Die hier präsentierte Ausstellung mit 25 Künstlern aus 11 Nationen ist nur in Gelsenkirchen vom 14. Mai bis 6. August zu sehen. Sie wurde konzipiert mit Bezug auf Kunstwerke aus der eigenen Sammlung des Kunstmuseums, sowohl aus der Schausammlung, als auch aus dem Depot. Die Schau entstand in Kooperation mit dem „raum2810“ in Bonn und dem Stadtmuseum Siegburg, wobei an jedem Ort veränderte Konstellation erarbeitet werden.
Künstler:
Christophe Baudson (F), Christoph Dahlhausen (D), Karl Gerstner (CH), Michael Graeve (AUS), Katharina Grosse (D), Marcia Hafif (US), Peter Holm (DK), Callum Innes (GB), Noel Ivanoff (NZ), Horst Lerche (D), Joseph Marioni (US), Tomasz Milanowski (PL) Simon Morris (NZ), Frank Piasta (D), Martijn Schuppers (NL), Elisabeth Sonneck (D), Ferdinad Spindel (D), Rainer Splitt (D), Susanne Stähli (D), John Tallmann (US), David Thomas (AUS), Jorrit Tornquist (A), Gertrud Maria Viegener(D), Rudolf Vombek (D), Peter Willen (CH).
Als Gesprächspartner stehen der in Bonn und Melbourne lebende Künstlerkurator Christoph Dahlhausen sowie die Museumsdirektorin Leane Schäfer zur Verfügung, die die Schau gemeinsam kuratiert haben.