04. Mai 2017, 11:06 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Erstmalig wurde am Donnerstagabend, 27. April beim Infoabend zur Wohngebäudesanierung der druckfrische „Katalog der Möglichkeiten: Mach was draus!“, ein Leitfaden für die Modernisierung und energetische Sanierung von Zechenhäusern, präsentiert und den interessierten Besuchern kostenlos ausgehändigt.
Die vom Stadtteilbüro Hassel.Westerholt.Bertlich veranstalteten Infotage am letzten Donnerstag und Freitag waren ein voller Erfolg. An beiden Tagen kamen insgesamt mehr als 100 interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer ins Hasseler Bonni und nutzten die Möglichkeit, sich an zahlreichen Ständen von Energieeffizienz-Experten, Produktherstellern, Energieversorgern und Fachfirmen beraten zu lassen. Die Themen Energetische Sanierung und Verbesserung der Gestaltung standen im Mittelpunkt vieler Gespräche. Erste Rückmeldungen der über 20 Aussteller ergaben auch von deren Seite eine positive Resonanz. Einige Exponate, wie z.B. ein Musterfenster und eine Mustertür aus Holz oder eine moderne Gasbrennwerttherme konnten aus der Nähe betrachtet und „angefasst“ werden. Vielen Eigentümern von Zechenhäusern wurde bewusst, dass das Förderprogramm „Energielabor Ruhr“ nur noch bis Ende 2018 läuft und somit der Zeitraum für eine attraktive Zuschussförderung schwindet.
Die Städte Gelsenkirchen und Herten arbeiten im Rahmen des Integrierten Interkommunalen Handlungskonzepts zusammen, um die Wohn- und Lebensqualität in Hassel, Westerholt und Bertlich zu verbessern. Ein besonderes Anliegen ist dabei die umfassende Modernisierung der traditionellen Gartenstadtsiedlungen. Die in diesem Zusammenhang auftretenden Themen „Energie- und Kosteneffizienz“, „Eigenleistungen“ sowie „Gestaltung und Denkmalschutz“ werfen viele Fragen sowohl bei den Hausbesitzern als auch bei den Fachleuten aus Architektur und Handwerk auf.
„Mach was draus“ – der vorliegende Leitfaden zielt darauf ab, den Hausbesitzern diese Fragen zu beantworten, vielfältige Informationen für ihren individuellen Bedarf zu liefern und ihnen ihre Entscheidung für Sanierungsmaßnahmen gegebenenfalls unterstützend durch Zuschüsse des Förderprogramms Energielabor Ruhr zu erleichtern. Gefördert wird im Energielabor Ruhr die direkte CO2-Einsparung durch Modernisierung. Mit wenigen Gestaltungsvorgaben ist das Programm – auch durch Einbeziehung freier Energieberater – nicht nur flexibel, unaufwändig und schnell, sondern auch für Hauseigentümer mit geringerem Einkommen oder kleinere Gebäude hoch attraktiv.
Der Leitfaden „Mach was draus“ entstand im Rahmen des Energielabors Ruhr, einem Gemeinschaftsprojekt der Städte Gelsenkirchen und Herten mit dem Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V. und wird aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert.
Kostenlose Beratung
durch Stadtteilarchitekten
Neben dem Leitfaden stellt das Stadtteilbüro Hassel.Westerholt.Bertlich in der Egonstraße 4 in Gelsenkirchen allen Immobilienbesitzern im interkommunalen Programmgebiet ein kostenloses Beratungsangebot durch die Stadtteilarchitekten zur Verfügung. Montags bis donnerstags können Beratungstermine persönlich oder telefonisch unter (0209) 169-6922 vereinbart werden.
Hinweis an Redaktionen: 2 Fotodateien anbei. Fotos: Stadt Gelsenkirchen, Martin Schmüdderich.
Foto 1: Mitglieder des Autoren- und Redaktionsteams präsentieren den Leitfaden „Mach was draus!"; von rechts nach links: Anke von Bremen, Dr. Peter Kroos, Samaneh Naseri, Sabine Rickelt, Norbert Herwig, Doris Kranich.
Foto 2: Gespräche am Infoabend.