07. Januar 2015, 11:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Neuer Dokumentarfilm“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 11. Januar, um 12.45 Uhr und am Montag, 12. Januar, um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) „Das Salz der Erde“. Am gleichen Ort läuft am Dienstag, 13. Januar, um 18 und 20.30 Uhr „Pride“ in der Monatsreihe „Filmland Großbritannien“.
In der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) präsentiert das KoKi am Mittwoch, 14. Januar, um 19.30 Uhr den Spielfilm „Nachtzug nach Lissabon“.
Der Brasilianer Sebastião Ribeiro Salgado gilt als ein Meister der sozialdokumentarischen Fotografie. Jahrzehntelang hat er weltweit außergewöhnliche Schwarzweißbilder von Kriegen, Vertreibungen, Hungersnöten, sozialen Umbrüchen und Umweltkatastrophen aufgenommen. Besonders berühmt ist Salgados 1986 entstandene Fotoreportage über die Goldschürfer in der brasilianischen Mine Serra Pelada. Seit 2004 arbeitet er am Projekt „Genesis“, bei dem er unberührte Landschaften und deren Flora und Fauna dokumentiert. „Das Salz der Erde“ beleuchtet erhellend das Leben und Werk dieses bedeutenden Künstlers aus der Perspektive zweier Regisseure: Während Salgados Sohn Juliano aufschlussreiche Filmaufnahmen von gemeinsamen Reisen beisteuert, lässt Wim Wenders den Fotografen bei der Betrachtung seiner Bilder die jeweiligen Hintergründe erläutern. „Ein bewegender, monumentaler Film, der gerade auf der großen Leinwand eine ungeheure Wucht entfaltet.“ (ARD, TITEL THESEN TEMPERAMENTE) Ausgezeichnet u. a. beim internationalen Filmfestival in Cannes mit dem Spezialpreis der Reihe „Un certain regard“ sowie bei der Filmkunstmesse Leipzig mit dem „Gilde-Filmpreis“ als „Beste Dokumentation“ (beide 2014).
„Pride“ ist der zweite Spielfilm des renommierten britischen Theater- und Opernregisseurs Matthew Warchus. Nach realen Ereignissen erzählt er von ungewöhnlichen Alltagshelden, die in ihrem gemeinsamen Kampf für Gerechtigkeit und Respekt alle Gegensätze und Konventionen überwinden. Nominiert für sieben „British Independent Film Awards“ 2014, darunter in den Kategorien „Bester britischer Independent-Film“ und „Beste Regie“. — Großbritannien 1984. Unter Premierministerin Margaret Thatcher plant die britische Regierung, viele der verstaatlichten Zechen zu schließen. Die Kumpel streiken, Thatcher schickt ein massives Polizeiaufgebot, die (damals noch) mächtige Gewerkschaft hält dagegen. Unverhofften Beistand bekommen die Bergleute vom Bündnis „LGSM“ (Lesbians and Gays Support the Miners / Lesben und Schwule unterstützen die Bergarbeiter). Besonders die Londoner Gruppe sammelt eine beträchtliche Summe, um den langen Streik zu unterstützen. Zunächst will niemand das Geld annehmen, doch dann geht der Gemeinderat eines walisischen Dorfes auf das Hilfsangebot ein. Als die Londoner Schwulen und Lesben nach Wales reisen, werden sie äußerst argwöhnisch empfangen.
Vor der malerischen Kulisse Lissabons verwebt Bille August die Kinoadaption „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Merciers Roman verschiedene Zeitebenen und Schicksale zu einer komplexen, atmosphärisch dichten Mischung aus Charakterstudie, Drama und historischem Thriller.