29. Januar 2015, 12:36 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 29. Januar 2015, 12:36 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Autorenfilme, also Filme, in denen die Regisseurinnen bzw. Regisseure ein eigenes Drehbuch umgesetzt haben, sind seit langer Zeit als fortlaufende Reihe ein fester Bestandteil des KoKi-Programms. Aufgrund des momentan großen Angebots an qualitativ hochwertigen Autorenfilmen widmet das KoKi nun seine Februar-Reihe in der Schauburg (Horster Straße 6) dieser interessanten Gattung.
Den Auftakt macht am Sonntag/Montag, 1./2. Februar, „My Old Lady“. Es folgen im „Labyrinth des Schweigens“ (8./9.), „Magic in the Moonlight“ (15./16.) und „Die Sprache des Herzens – Das Leben der Marie Heurtin“ (22./23.).
Außerdem stehen auf dem KoKi-Programm in der Schauburg „Citizenfour“ (Dienstag, 3.2.) als „Neuer Dokumentarfilm“, „Einer nach dem anderen“ (10.) als Filmwunsch, der neue Dokumentarfilm „Titos Brille“ (17.) sowie die Literaturverfilmung „The Homesman“ (24.).
In der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) zeigt das KoKi am Mittwoch, 4. Februar, „Die Nordsee – Unser Meer“, danach „Der Geschmack von Apfelkernen“ (11.), „Saving Mr. Banks“ (18.) und „Miss Sixty“ (25.)
Die Vorstellungen beginnen in der Bueraner Schauburg sonntags um 12.45 Uhr, montags und dienstags um 18 und 20.30 Uhr. In der Gesamtschule Ückendorf heißt es mittwochs um 19.30 Uhr „Film ab!“
„My Old Lady“ ist die erste Spielfilmregie des renommierten amerikanischen Dramatikers und Drehbuchautors Israel Horovitz. Basierend auf seinem gleichnamigen Bühnenerfolg entwickelt er zwischen humorvollen und ernsten Momenten eine vielschichtige Tragikomödie, die von einem blendend aufgelegten Ensemble getragen wird. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; offizieller Beitrag zu den internationalen Filmfestivals in London, Zürich und Leiden (alle 2014). — Der finanziell und emotional schwer angeschlagene New Yorker Mathias (Kevin Kline) erbt von seinem jüngst verstorbenen Vater ein großes Apartment in Paris, das er umgehend verkaufen möchte. Doch statt des schnellen Geldes erwartet ihn vor Ort überraschenderweise die 92-jährige britische Mieterin Mathilde (Maggie Smith). Die rüstige alte Dame hat einst mit Mathias’ Vater eine Immobilienleibrente vereinbart. Diese garantiert ihr nicht nur lebenslanges Wohnrecht, sondern auch eine vom Eigentümer zu zahlende Monatsrente. Mathilde gibt Mathias deutlich zu verstehen, dass er nun in der Pflicht steht. Immerhin bietet sie ihm an, vorübergehend bei ihr einzuziehen, bis er „seine Dinge“ geregelt hat. Für Mathias beginnt eine turbulente Zeit, in der er sich mit komplizierten Gesetzen, ungeahnten Enthüllungen und nicht zuletzt Mathildes kratzbürstiger Tochter Chloé (Kristin Scott Thomas) auseinandersetzen muss.
Im Januar 2013 erhielt die politisch engagierte, mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmerin Laura Poitras verschlüsselte Emails von einem Unbekannten, der sich „Citizenfour“ – so auch der Filmtitel am Dienstag in der Schauburg - nannte und Beweise für verdeckte US-Massenüberwachungsprogramme in Aussicht stellte. Fünf Monate später reisten Poitras und die Journalisten Glenn Greenwald und Ewen MacAskill nach Hongkong, um sich mit „Citizenfour“ in einem Hotel zu treffen. Bei dem mysteriösen Mann handelte es sich um Edward Snowden, der als Computerspezialist für die amerikanischen Geheimdienste CIA, NSA und DIA tätig war und die äußerst fragwürdigen Methoden dieser Behörden nun aufdecken wollte. Poitras hat die achttägige Begegnung mit dem „Whistleblower“ gefilmt und aus dem Material eine hochinteressante Dokumentation erstellt. Entstanden ist „ein spannendes, eindringliches Zeitdokument, das den Menschen hinter den weitreichenden Enthüllungen zeigt.“ (KINO KONKRET) Nominiert für einen „Oscar“ 2015 in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“.
„Die Nordsee – Unser Meer“, am Mittwoch in der Gesamtschule Ückendorf, ist eine ebenso informative wie faszinierende Naturdokumentation über den Lebensraum Nordsee. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.