03. Februar 2015, 10:25 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Erkenntnisse über die Eigenschaften der bösartigen Tumore haben sich in den letzten Jahren wesentlich vertieft. Therapeutische Entwicklungen bei den Tumorerkrankungen erfolgen schrittweise und haben dazu geführt, dass sich die Behandlungsaussichten bei einer Krebserkrankung erheblich verbessert haben.
Trotzdem gehören die Krebserkrankungen nach wie vor neben den Herz-Kreislauferkrankungen zu den häufigsten Todesursachen.
Deshalb empfiehlt Klaus Mika, Leiter des Referates Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen: „Informieren Sie sich zu ihrem eigenen Schutz über Präventionsmaßnahmen und führen Sie die empfohlenen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen regelmäßig durch.“
Ein großer Anteil der Krebserkrankungen ist auf vermeidbare Risikofaktoren wie Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel, UV-Strahlung sowie chronische Infektionen mit bestimmten Viren oder Bakterien zurückzuführen. Man nimmt an, dass mehr als ein Drittel aller Krebserkrankungen durch Vorbeugung vermieden werden können.
Krebsfrüherkennungsuntersuchungen tragen wesentlich dazu bei, die Heilungschancen bei Krebserkrankungen zu verbessern. Je früher eine Krebserkrankung entdeckt wird, desto höher sind die Chancen diese Krebserkrankung erfolgreich behandeln zu können.
Die Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung gehören zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Neben der Krebsfrüherkennung stellt die Krebsprävention eine wichtige Basis für ein Leben ohne eine Krebserkrankung dar. Hierzu zählt z. B. nicht zu rauchen, Hautschutz vor UV-Strahlung zu betreiben, Impfung junger Mädchen gegen das sogenannte Humane Papillomvirus (HPV Impfung) und andere Präventionsmöglichkeiten.
Krebszellen entstehen durch Veränderungen bestimmter Abschnitte der Erbsubstanz einer Zelle, welche nicht mehr repariert werden. Je älter wir Menschen werden, desto unzuverlässiger arbeitet das Reparatursystem unserer Gene. Hierin liegt ein Grund, dass je älter wir Menschen werden, die Häufigkeit der Krebserkrankungen zunimmt.
Es sind etwa 100 verschiedene Arten von Krebserkrankungen bekannt, die sich in ihrer Bösartigkeit teilweise stark unterscheiden. Die verschiedenen Arten von Krebserkrankungen unterscheiden sich zudem in ihrer Entstehung und somit auch in ihren Risikofaktoren.
Informationen zur Krebsfrüherkennung und zur Krebsprävention finden Sie z. B. bei der Deutschen Krebshilfe (www.krebshilfe.de), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZGA (www.bzga.de) und beim Robert-Koch-Institut Berlin (www.rki.de). Auch bei den Krankenkassen und der niedergelassenen Ärzteschaft liegen entsprechende Informationsmaterialien aus, ebenso beim Referat Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen.